Erfurt – Der Zoll hat im Jahr 2025 in Thüringen und Südwestsachsen erneut einen Millionenschaden durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufgedeckt. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Erfurt überprüfte im vergangenen Jahr insgesamt 1.585 Arbeitgeber. Dabei wurden die Papiere von mehr als 17.000 Menschen kontrolliert, wie das Hauptzollamt mitteilte. Aufgrund einer Vielzahl von Verstößen, unter anderem gegen die Sozialversicherungspflichten, leiteten die Behörden 3.472 Strafverfahren und 2.153 Bußgeldverfahren ein.
Gesamtschaden von 76,3 Millionen Euro
Der durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufgedeckte Gesamtschaden belief sich auf 76,3 Millionen Euro. Dieser Betrag resultiert den Angaben zufolge unter anderem aus nicht oder zu wenig gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen, Beiträgen zur Sozialkasse des Baugewerbes oder Beiträgen an die Berufsgenossenschaften. Auch unrechtmäßig bezogene Leistungen von Arbeitsagenturen und Jobcentern sowie Mindestlohnverstöße trugen zu dem Schaden bei.
Geld- und Freiheitsstrafen verhängt
Die im vergangenen Jahr abgeschlossenen Ermittlungsverfahren führten zu Freiheitsstrafen von insgesamt 36,8 Jahren. Die von den Gerichten verhängten Geldstrafen beliefen sich auf 1,1 Millionen Euro. Das Hauptzollamt Erfurt verhängte zudem Bußgelder in Höhe von 4,4 Millionen Euro.
Der Jahresbilanz zufolge hat das Hauptzollamt im vergangenen Jahr außerdem 950,7 Millionen Euro Steuern und Abgaben eingenommen – 108,8 Millionen Euro mehr als 2024. Davon entfielen 476,5 Millionen Euro auf Einfuhrabgaben wie Zölle. Zudem wurden insgesamt 44,5 Millionen Euro aus der Vollstreckung von offenen Forderungen des Bundes und der Sozialbehörden eingetrieben.
Drogen und Waffen sichergestellt
Bei Verkehrskontrollen stellten Zöllner unter anderem 47,5 Kilogramm Betäubungsmittel, 496 Kilogramm illegale Feuerwerkskörper, über eine Million Schmuggelzigaretten sowie 192 Waffen oder Waffenteile sicher, deren Einfuhr verboten ist.



