Grausamer Fund in Ecuador: Acht abgetrennte Köpfe in Guayas entdeckt
Acht abgetrennte Köpfe in Ecuador entdeckt

Grausamer Fund in Ecuador: Acht abgetrennte Köpfe in Guayas entdeckt

In der Küstenprovinz Guayas in Ecuador sind acht abgetrennte Köpfe entdeckt worden. Laut Polizei gehen die grausamen Taten mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Konto krimineller Banden. Es handelt sich dabei nicht um den ersten derartigen Fund in dem südamerikanischen Land, das von erbitterten Bandenkriegen erschüttert wird.

Zettel mit Drohungen gefunden

Polizei-Kommandeur Marcelo Castillo gab am Samstag bekannt, dass unweit der Köpfe Zettel mit der Aufschrift »Stehlen verboten« gefunden wurden. Hintergrund der Tat seien vermutlich Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen kriminellen Banden, die oft im Drogenhandel verwurzelt sind. Die acht abgetrennten Köpfe wurden in der Provinz Guayas entdeckt, einem Gebiet, das für seine hohe Kriminalitätsrate bekannt ist.

Wiederholte Vorfälle mit Köpfen

Erst im Januar waren an einem Touristenstrand in Ecuador fünf Köpfe gefunden worden. Diese wurden regelrecht zur Schau gestellt und mit Seilen an Holzpfosten am Strand von Puerto López festgebunden. Auf einer Holztafel daneben wurden Bandenmitgliedern gedroht, die sogenannte »Impfkarten«, also Schutzgelder, erpressen. Die erbitterten Kämpfe zwischen den Banden haben Ecuador in das gewalttätigste Land Südamerikas verwandelt.

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Ecuadors Mordrate erreicht alarmierende Höhe

Im vergangenen Jahr lag die Mordrate nach Angaben des Innenministeriums bei 54 pro 100.000 Einwohnern. Das entspricht statistisch gesehen einem Mord pro Stunde. Ecuador liegt zwischen den beiden weltgrößten Kokain-Produzenten Kolumbien und Peru und hat sich zu einem wichtigen Transitland für den Drogenhandel entwickelt. Rund 70 Prozent des Kokains wird an Ecuadors Häfen am Pazifik umgeschlagen, mit Zielen in den USA oder Europa.

Regierung kämpft gegen Banden

Im vergangenen Jahr wurden in Ecuador laut offiziellen Angaben 227 Tonnen Drogen beschlagnahmt. Der rechtsgerichtete Präsident Daniel Noboa hat in mehreren Provinzen den Notstand ausgerufen und Truppen zur Bekämpfung der Drogenbanden entsandt. Bislang bleiben diese Maßnahmen jedoch mit geringem Erfolg, da die Banden weiterhin die Gewalt im Land dominieren.

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