Aggressiver Fahrgast zerschlägt sechs Scheiben im Regionalexpress – Bundespolizei nimmt Mann fest
Aggressiver Fahrgast zerschlägt Scheiben – Zug muss stoppen

Aggressiver Fahrgast zerschlägt sechs Scheiben im Regionalexpress – Bundespolizei nimmt Mann fest

Die Bundespolizei hat am Sonntagabend einen 25-jährigen Fahrgast in einem Regionalzug auf der Strecke von Stralsund nach Berlin festgenommen. Der Mann soll im letzten Wagen des Regionalexpresses 3315 mehrere Scheiben beschädigt und sich aggressiv gegenüber Bahnbeschäftigten sowie Einsatzkräften verhalten haben. Dies teilte Igor Weber, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Pasewalk, am Montag mit.

Mehrfache Beleidigungen und Widerstand

Gegen 18.15 Uhr wurden der Deutschen Bahn zwei aggressive Personen gemeldet, die vermutlich ohne Fahrschein unterwegs waren. Um 18.32 Uhr musste der Zug am Bahnhof Jatznick anhalten, weil ein Fahrgast am hinteren Zugteil mehrere Scheiben zerschlagen haben soll. Bundespolizisten aus Pasewalk bemerkten im letzten Wagen einen Mann, der ihnen verbal aggressiv entgegentrat und Aufforderungen nicht nachkam.

Als der Mann nach einem Beamten griff, wurde er zu Boden gebracht und von vier Einsatzkräften fixiert sowie gefesselt. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der türkische Staatsangehörige beleidigte die Beamten mehrfach. Im Abteil wurden sechs beschädigte Scheiben festgestellt, wobei als Tatwerkzeug ein entwendeter Nothammer gilt.

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Festnahme und Ermittlungen

Bei der Durchsuchung des Festgenommenen in der Bundespolizei-Dienststelle Pasewalk fanden die Beamten unter anderem eine Duldungsbescheinigung. Die Duldung war laut Bundespolizei aufgrund fehlender Heimreisedokumente erteilt worden. Eine Überprüfung ergab zudem, dass der Mann zur Ingewahrsamnahme durch die Berliner Polizei ausgeschrieben war.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen nahm die Landespolizei den Mann in Gewahrsam. Es wird Haft zur Sicherung der Abschiebung angestrebt. Gegen ihn wird unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gemeinschädlicher Sachbeschädigung, Erschleichen von Leistungen, Beleidigung, Bedrohung und Duldungserschleichung ermittelt.

Der Regionalexpress 3315 setzte seine Fahrt in Richtung Berlin mit 49 Minuten Verspätung fort. Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen im öffentlichen Nahverkehr und die Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen.

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