Schwerer Alkoholunfall in Demmin: Fahrer mit 2,87 Promille und 13-Jähriger aus Wrack befreit
Alkoholunfall Demmin: 2,87 Promille, 13-Jähriger befreit

Schwerer Alkoholunfall in Demmin: Fahrer mit 2,87 Promille und 13-Jähriger aus Wrack befreit

Ein mutmaßlich alkoholbedingter schwerer Verkehrsunfall hat am Donnerstag, dem 19. März, in Demmin für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt und wirft ernste Fragen auf. Auf der Loitzer Straße, in Höhe des ehemaligen „Weißen Krankenhauses“, kam es am späten Nachmittag zu einem folgenschweren Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Holztransporter, der bis in die Abendstunden die Bundesstraße B 194 blockierte.

Trümmerfeld und eingeklemmter Fahrer

Die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg wurde kurz vor 17 Uhr alarmiert. Neben der Polizei rückten der Rettungsdienst und die Freiwillige Feuerwehr Demmin aus. Am Unfallort bot sich den Einsatzkräften ein erschütterndes Bild: Ein Trümmerfeld ließ das Schlimmste befürchten, wie Wehrführer Felix Schliwa berichtete. Nach aktuellen Ermittlungen war der 43-jährige Pkw-Fahrer auf der Loitzer Straße stadtauswärts unterwegs und geriet in einer Rechtskurve in den Gegenverkehr. Dort kollidierte er mit einem entgegenkommenden Holztransporter, der nicht mehr ausweichen konnte.

Der Pkw-Fahrer wurde in seinem schwer beschädigten Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Freiwillige Feuerwehr Demmin befreit werden. Nachdem die Einsatzkräfte die Fahrzeugtür geöffnet hatten, konnte der Verletzte zur weiteren Untersuchung ins Kreiskrankenhaus Demmin gebracht werden. Auch der Lkw war nach Polizeiangaben nicht mehr fahrbereit.

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Alarmierende 2,87 Promille und verletzter Jugendlicher

Wie die Polizei mitteilte, wurde bei dem Pkw-Fahrer im Rahmen der Unfallaufnahme ein Atemalkoholwert von 2,87 Promille festgestellt. Daraufhin ordneten die Beamten eine Blutprobenentnahme an und stellten seinen Führerschein sicher. Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer wahrscheinlich wegen Alkoholeinflusses mit seinem Pkw aus der Spur geraten war.

Auf dem Beifahrersitz befand sich zudem ein 13-jähriger Junge, wie Wehrführer Felix Schliwa bestätigte. Er wurde ebenfalls durch die Kameraden der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit. Obwohl der Jugendliche bei dem Aufprall leichte Verletzungen erlitt, lehnte er einen Krankenhausaufenthalt ab und wurde durch seine Eltern vom Unfallort abgeholt. Der Fahrer des Lkw blieb unverletzt. Alle beteiligten Personen sind deutsche Staatsangehörige.

Umfangreiche Bergungs- und Aufräumarbeiten

Die Unfallaufnahme wurde durch Kräfte der Besonderen Verkehrsüberwachung unterstützt, die unter anderem den Fahrtenschreiber des Sattelzuges auswerteten. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten geborgen werden. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 25.000 Euro.

Für Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten musste die Loitzer Straße voll gesperrt werden. Anschließend übernahm die Freiwillige Feuerwehr die Aufräumarbeiten und beseitigte ausgelaufene Betriebsstoffe von der Fahrbahn. „Wir waren mit 16 Kameraden vor Ort“, sagte Wehrführer Felix Schliwa. Der Verkehr konnte erst gegen 20.15 Uhr wieder rollen, was zu erheblichen Behinderungen auf der wichtigen Bundesstraße B 194 führte.

Dieser Vorfall unterstreicht die gravierenden Folgen von Alkohol am Steuer und die immense Belastung für Rettungskräfte. Die Ermittlungen der Polizei dauern an, während die Gemeinde Demmin mit den Nachwirkungen des schweren Unfalls zu kämpfen hat.

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