RB Leipzig dominiert mit 4:0-Halbzeit - Hoffenheims Fiasko in Sachsen
Die TSG Hoffenheim hat im Bundesliga-Spitzenspiel bei RB Leipzig eine albtraumhafte erste Halbzeit erlebt. Die Sachsen spielten sich innerhalb kürzester Zeit in einen regelrechten Rausch und führten zur Pause mit 4:0. Nur knapp verfehlten sie dabei sogar einen fünften Treffer, der durch den Video-Assistenten-Schiedsrichter (VAR) aberkannt werden musste.
Gnadenlose Effizienz der Leipziger Offensive
RB Leipzig zeigte sich in der ersten Spielhälfte von einer gnadenlos effizienten Seite. Mit nur sieben Torschüssen erzielten die Sachsen vier Treffer und bestraften damit jede Schwäche der Hoffenheimer Verteidigung. Bereits nach 17 Minuten eröffnete Brajan Gruda nach einem Ballverlust der Gäste die Toreflut. Christoph Baumgartner steuerte kurz darauf mit einem Doppelpack in der 21. und 30. Minute bei, bevor Gruda in der 44. Minute zum zweiten Mal traf.
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schien mit Yan Diomandes Treffer sogar das fünfte Tor zu fallen. Doch Teamkollege Xaver Schlager stand im Abseits, weshalb der VAR den Treffer korrekterweise zurücknahm. Einzig beim 8:0-Sieg gegen den FSV Mainz 05 im November 2019 hatte Leipzig zuvor fünf Tore in einer Bundesliga-Halbzeit erzielt.
Kritik an Nationaltorhüter Oliver Baumann
Zur Halbzeitpause gab es deutliche Kritik an Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann, der aktuell die Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft ist. Beim Führungstreffer der Leipziger ließ er einen Schuss unglücklich nach vorne abprallen, was den Weg für Grudas Tor ebnete.
Sky-Experte Martin Harnik analysierte: „Ich habe die Hoffenheimer in der ersten Viertelstunde stärker gesehen, aber Leipzig hat mehr oder weniger mit dem ersten Angriff das erste Tor geschossen. Danach haben sie sich in einen richtigen Rausch gespielt.“ Bezüglich Baumanns Fehler merkte Harnik an: „Er wirkte jetzt nicht so platziert und so stark geschossen. Ich glaube, da kann man schon erwarten, dass er den vielleicht festhält.“
Hoffenheim droht in die Krise zu rutschen
Für die TSG Hoffenheim droht nach dieser enttäuschenden Leistung eine weitere Verschärfung der sportlichen Situation. Ohne ein Wunder in der zweiten Halbzeit steht dem Team das fünfte Spiel in Serie ohne Sieg bevor. In der Bundesliga-Tabelle zogen die punktgleichen Leipziger durch den vierten Treffer zumindest vorübergehend an Hoffenheim vorbei.
Das Duell, das von der TSG bereits zur Hinrunde als „Unbeliebtico“ bezeichnet wurde, entwickelte sich somit zu einem einseitigen Spektakel zu Gunsten der Hausherren. Die erste Halbzeit in Leipzig wird den Hoffenheimern noch lange in Erinnerung bleiben – als eines der schwächsten 45 Minuten der aktuellen Saison.



