Staatsschutz ermittelt nach mutmaßlichem antisemitischem Anschlag auf Münchner Restaurant
Anschlag auf jüdisches Restaurant in München: Staatsschutz ermittelt

Staatsschutz ermittelt nach mutmaßlichem antisemitischem Anschlag auf Münchner Restaurant

In der Nacht zum Freitag haben Unbekannte mutmaßlich drei Brandsätze durch die Fensterscheiben eines jüdischen Restaurants im Münchner Kunst- und Univiertel geworfen. Zum Glück war das Lokal zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen, sodass weder Gäste noch Personal zu Schaden kamen. Ein Großaufgebot der Polizei sicherte umgehend die Spuren des offenbar antisemitischen Anschlags und leitete umfangreiche Ermittlungen ein.

Polizei findet Schmauchspuren an den Fenstern

Gegen 0.45 Uhr wurden Anwohner durch Knallgeräusche aufmerksam und alarmierten die Polizei. Die ersten Einsatzkräfte entdeckten drei Löcher in den Fensterscheiben des Restaurants, an denen Schmauchspuren gefunden wurden. Diese deuten darauf hin, dass Pyrotechnik eingesetzt wurde. Die Auswertung der Spurensicherung war am Freitagmorgen noch nicht abgeschlossen, aber die Ermittler gehen von einem gezielten Angriff aus.

Restaurantbetreiber seit fast 20 Jahren in München aktiv

Ben Malenboym betreibt seine Grillbar Eclipse an der Heßstraße seit fast zwei Jahrzehnten und serviert dort israelische Spezialitäten wie Hummus und Shakshuka. Das Restaurant genießt im Netz hervorragende Bewertungen und ist bei den Münchnern sehr beliebt. Der Anschlag traf das Lokal weit nach Ladenschluss, als sich niemand mehr im Gebäude befand.

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Politische Brisanz führt zu Beteiligung des Staatsschutzes

Polizeisprecher Tobias Schenk betonte die politische Brisanz des Vorfalls: „Das Besondere bei diesem Einsatz ist die politische Brisanz, die dahintersteckt. Die Betreiber dieses Restaurants sind jüdischen Glaubens.“ Aufgrund dieser Umstände ist auch der Staatsschutz an den Untersuchungen beteiligt. Von den mutmaßlich antisemitischen Tätern fehlt bislang jede Spur, und die Polizei ermittelt in alle Richtungen.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und des Staatsschutzes laufen auf Hochtouren, um die Täter schnellstmöglich zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Die Münchner Behörden nehmen den Vorfall äußerst ernst und verstärken die Sicherheitsmaßnahmen in der Umgebung.

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