Bankeinbruch in Stuhr bei Bremen: Schließfächer aufgebrochen – Kunden in großer Sorge
In einer Bankfiliale in Stuhr in der Nähe von Bremen sind erneut Schließfächer durch Einbrecher aufgebrochen worden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, doch die genaue Höhe der Beute sowie die Anzahl der betroffenen Bankkunden sind bislang noch unklar. Die Tat hat unter den Kunden der Bank erhebliche Besorgnis ausgelöst, viele fürchten um ihre wertvollen Hinterlegungen.
„Eine schwierige Situation“: Bankkunde sucht verzweifelt nach Informationen
Stephan Drettmann, der in der betroffenen Filiale ein Schließfach gemietet hat, beschreibt die Lage als äußerst beunruhigend. „Ist eine etwas schwierige Situation“, sagte er am Samstag, als er in der verlassenen Bank nach Informationen suchte. „Ich bin nicht sehr entspannt.“ Der Bankkunde hatte aus der Zeitung von dem Einbruch erfahren und beklagt, dass er bisher kaum konkrete Auskünfte von der Bank oder der Polizei erhalten habe.
Die Einbrecher drangen laut Polizeiangaben am Freitagmittag über einen Lichtschacht in das Gebäude ein. Anschließend brachen sie mehrere Türen auf, um Zugang zu den Schließfächern zu erhalten. Von außen war am Samstagmittag kaum etwas von dem Vorfall zu erkennen, lediglich einige besorgte Kunden suchten die Filiale auf, um Geld abzuheben oder nach Informationen zu fragen.
Ungewissheit belastet die Betroffenen schwer
„Man hofft natürlich, dass man eventuell nicht betroffen ist“, so Drettmann weiter. Die Ungewissheit über den Verbleib der eingelagerten Wertsachen sei für ihn und andere Kunden nur schwer auszuhalten. „Es ist auch nicht so ganz unerheblich, was dann weg wäre“, betonte er. In dem Raum befinden sich Schätzungen zufolge mehrere Hundert Schließfächer, was bedeutet, dass potenziell viele Personen von dem Einbruch betroffen sein könnten.
„Also werden wahrscheinlich auch so viele Leute dort jetzt in Sorge sein, ob sie betroffen sind oder nicht“, sagte der Schließfachbesitzer. „Wir sind mit Sicherheit nicht die Einzigen.“ Die Polizei habe ihm jedoch versichert, dass nur eine begrenzte Anzahl der Schließfächer aufgebrochen worden sei. Die Volksbank, zu der die Filiale gehört, war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Erinnerungen an frühere Einbrüche werden wach
Ein Anwohner aus der Region zeigte sich entsetzt über den Vorfall. „Man hat's ja gerade erlebt in Gelsenkirchen“, merkte er an. Dort waren Ende Dezember mehr als 3.000 Schließfächer von Einbrechern aufgebrochen worden, die mit einer Beute in Millionenhöhe flüchteten. „Da hab’ ich nicht mit gerechnet, dass hier auch so was passiert“, sagte der Anwohner. „Kann man nicht glauben.“
Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort und prüft unter anderem die genauen Umstände des Einbruchs sowie die mögliche Beute. Bankkunden werden gebeten, sich bei der Polizei oder ihrer Bank zu melden, falls sie konkrete Hinweise haben oder betroffen sind. Die Unsicherheit unter den Kunden bleibt vorerst groß, bis weitere Details bekannt werden.



