Berliner Großrazzia gegen illegales Glücksspiel: 120 Automaten beschlagnahmt
Berlin: 120 Spielautomaten bei Razzia gegen OK beschlagnahmt

Berliner Großrazzia gegen illegales Glücksspiel: 120 Automaten beschlagnahmt

Bei einer großangelegten Razzia gegen illegales Glücksspiel in Berlin haben Behörden 120 Spielautomaten sichergestellt. Der Einsatz am 18. März 2026 führte zu Durchsuchungen an 74 Standorten in verschiedenen Stadtteilen, wie die Senatsverwaltungen für Inneres, Justiz und Wirtschaft mitteilten.

Massiver Einsatz von 400 Dienstkräften

Rund 400 Dienstkräfte verschiedener Behörden waren an der Aktion beteiligt. Zu den beteiligten Stellen gehörten Polizei, Staatsanwaltschaft, Ordnungsämter, Zoll und Steuerfahndung. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zeigt die Bedeutung, die den Ermittlungen beigemessen wird.

Einnahmen von 180.000 Euro durch illegale Automaten

Die Auswertung der beschlagnahmten Geräte ergab, dass mutmaßliche Kriminelle mit Hilfe der Automaten etwa 180.000 Euro eingenommen haben. Diese Summe soll nun im Rahmen der sogenannten Vermögensabschöpfung eingezogen werden, um den Tätern die finanziellen Vorteile aus ihren illegalen Geschäften zu nehmen.

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Organisierte Kriminalität im Fokus

Illegal aufgestellte Spielautomaten gelten nach Einschätzung von Ermittlern als ein wichtiges Betätigungsfeld der organisierten Kriminalität in Berlin. Die Geräte generieren nicht nur erhebliche Einnahmen, sondern dienen häufig auch der Geldwäsche. Der volkswirtschaftliche Schaden durch solche illegalen Aktivitäten geht alljährlich in die Millionen Euro.

Vermögensabschöpfung als zentraler Hebel

Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) erklärte zu dem Einsatz: „Unser Ansatz ist bewusst gewählt: Wir treffen die Täter dort, wo es sie am meisten schmerzt – beim Geld.“ Sie betonte weiter: „Wer mit kriminellen Geschäftsmodellen Gewinne erzielt, darf daraus keinen dauerhaften Vorteil ziehen.“ Die Vermögensabschöpfung sei deshalb ein zentraler Hebel bei der effektiven Bekämpfung von Kriminalität.

Die Strategie zielt darauf ab, kriminellen Strukturen ihre wirtschaftliche Grundlage zu entziehen. Durch die Beschlagnahmung von illegal erworbenen Vermögenswerten sollen Anreize für solche Aktivitäten reduziert und die Schattenwirtschaft eingedämmt werden.

Regelmäßige Beschlagnahmungen in der Hauptstadt

Der unerlaubte Betrieb von Spielautomaten gehört zu den wiederkehrenden Einnahmequellen der organisierten Kriminalität in Berlin. Behörden beschlagnahmen regelmäßig solche Geräte, doch der jüngste Einsatz mit 120 sichergestellten Automaten stellt einen besonders umfangreichen Schlag gegen diese illegale Praxis dar.

Die Ermittlungen zeigen, dass die Bekämpfung illegaler Spielautomaten eine kontinuierliche Aufgabe für die Berliner Behörden bleibt. Die enge Zusammenarbeit verschiedener Institutionen und der Fokus auf finanzielle Konsequenzen für die Täter sollen dabei helfen, nachhaltige Erfolge zu erzielen.

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