Tödlicher E-Scooter-Unfall in Berlin: 14-Jährige stirbt nach Kollision mit Auto
Berlin: 14-Jährige stirbt bei E-Scooter-Unfall

Tödlicher E-Scooter-Unfall in Berlin: 14-Jährige stirbt nach Kollision mit Auto

Eine gemeinsame Fahrt zweier Mädchen auf einem E-Scooter durch Berlin-Neukölln endete am Freitagabend tödlich. Die 14-jährige Fahrerin verstarb nach einem schweren Zusammenstoß mit einem Auto, während ihre gleichaltrige Beifahrerin mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Der Unfall ereignete sich gegen 20:45 Uhr, als die Jugendlichen den Buckower Damm zwischen Britz und Buckow überqueren wollten.

Alkoholisierter Autofahrer und Rotlichtverstoß

Nach ersten Polizeiangaben waren die beiden Mädchen zunächst auf einem Fahrradweg unterwegs, bevor sie bei Rotlicht über eine Fußgängerampel fuhren. Der 42-jährige Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste die Teenager. Mehrere Zeugen beobachteten den folgenschweren Zusammenstoß. Der Mann stand laut Polizeisprecherin unter Alkoholeinfluss, ihm wurde Blut abgenommen. Sowohl das Auto als auch der E-Scooter wurden sichergestellt, um den genauen Unfallhergang zu ermitteln.

Die Scooter-Fahrerin wurde noch vor Ort reanimiert und in eine Klinik gebracht, wo sie jedoch ihren Verletzungen erlag. Ihre Beifahrerin befindet sich nach aktuellem Kenntnisstand außer Lebensgefahr. Dieser tragische Vorfall markiert vermutlich das achte Verkehrstodesopfer in Berlin in diesem Jahr, basierend auf Polizeizahlen bis zum 7. April.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Zunehmende Gefahren durch E-Scooter

Immer wieder kommt es in deutschen Städten zu schweren Unfällen mit elektrischen Tretrollern. Erst Mitte März starb in Frankfurt am Main ein 18-Jähriger, nachdem er von einer Straßenbahn erfasst wurde, sein gleichaltriger Mitfahrer wurde schwer verletzt. In Berlin baute in der vergangenen Woche ein betrunkener Vater mit seiner neunjährigen Tochter auf einem E-Scooter in Spandau einen Unfall, bei dem beide verletzt wurden. Nach jüngsten Angaben der Berliner Polizei sind etwa 70.000 E-Scooter in der Hauptstadt unterwegs.

Häufig sind, wie in diesen Fällen, zwei Personen gemeinsam auf einem E-Scooter unterwegs – obwohl dies ausdrücklich verboten ist. Wer elektrische Tretroller zu zweit benutzt, riskiert nicht nur eine Geldbuße, sondern vor allem seine Gesundheit. Eine Studie der Björn-Steiger-Unfallforschung, die im Oktober vergangenen Jahres vorgestellt wurde, zeigt alarmierende Trends.

Studie belegt alarmierende Unfallzahlen

Die Untersuchung basiert auf der detaillierten Auswertung von mehr als 10.000 Unfällen mit Scootern in zehn Bundesländern zwischen 2021 und 2024. Fast die Hälfte der Unfälle mit schwer verletzten oder getöteten Scooter-Fahrern waren Alleinunfälle. Bei 43 Prozent dieser Alleinunfälle – also ohne Beteiligung oder Schuld anderer Verkehrsteilnehmer – spielte Alkohol eine Rolle. Weitere 14 Prozent hatten Ursachen wie einhändiges Fahren, Ablenkung oder starkes Abbremsen.

Die Studie verzeichnet in diesem Zeitraum einen starken Zuwachs der Unfallzahlen von knapp 4.900 auf knapp 10.900. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der E-Scooter-Unfälle allein 2024 bundesweit im Vorjahresvergleich um mehr als ein Viertel auf fast 12.000 erhöht. Dabei kamen 27 Menschen ums Leben.

Traurige Bilanz der Berliner Verkehrsunfälle

Im vergangenen Jahr registrierte die Berliner Polizei insgesamt 137.373 Verkehrsunfälle, bei denen 37 Menschen starben. Die aktuelle Tragödie unterstreicht die dringende Notwendigkeit verstärkter Aufklärung und Kontrollen im Umgang mit E-Scootern. Die Kombination aus Alkoholeinfluss, Rotlichtverstößen und der verbotenen Mitnahme von Beifahrern stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, das durch präventive Maßnahmen eingedämmt werden muss.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration