Berlin: Anklage nach lebensgefährlichen Schüssen auf Supermarkt-Parkplatz
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat einen 24-jährigen Mann wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung angeklagt. Der mutmaßliche Täter soll im Oktober 2025 auf einem Parkplatz im Stadtteil Mariendorf auf einen 46-jährigen Mann geschossen und diesen lebensgefährlich verletzt haben.
Streit um Schulden als Tatmotiv
Laut den Ermittlungsbehörden war ein Schuldenstreit der Auslöser für die Gewalttat. Bereits am Vortag der Schießerei soll der Angeklagte zusammen mit Komplizen dem 46-jährigen Opfer und dessen 25-jährigem Begleiter mit der Tötung von Familienmitgliedern gedroht haben. Die Täter forderten den Aufenthaltsort eines Familienmitglieds, um die ausstehenden Schulden einzutreiben.
Am darauffolgenden Tag eskalierte die Situation dann vollends. Nach weiteren Drohungen kam es zu einem verabredeten Treffen auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Mariendorf. Dort sollen der 24-Jährige und seine Komplizen dann auf das Opfer geschossen haben.
Opfer nur durch Notoperation gerettet
Der 46-jährige Mann erlitt durch die Schüsse lebensgefährliche Verletzungen und konnte nur durch eine sofortige Notoperation gerettet werden. Die Tat ereignete sich in einem belebten Wohngebiet und löste bei Anwohnern und Geschäftsleuten große Bestürzung aus.
Festnahme durch Spezialeinsatzkommando
Knapp zwei Wochen nach der Gewalttat gelang der Berliner Polizei die Festnahme des mutmaßlichen Haupttäters. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) nahm den 24-Jährigen fest. Die Ermittlungen zu möglichen Komplizen und den genauen Umständen der Tat dauern an.
Die Anklage wirft dem jungen Mann schwere Vorwürfe vor:
- Versuchter Totschlag
- Gefährliche Körperverletzung
- Bedrohung mit Todesfolgedrohung
Der Fall zeigt erneut, wie schnell Schuldenstreitigkeiten in Berliner Stadtteilen in lebensbedrohliche Gewalt eskalieren können. Die Justizbehörden betonen die Bedeutung einer schnellen und konsequenten Strafverfolgung bei solchen Gewaltdelikten.



