Betrugsskandal in Mecklenburg-Vorpommern: Senioren um 710.000 Euro geprellt
Im Internet lauern zahlreiche Betrugsfallen, die immer wieder neue Opfer finden. In Mecklenburg-Vorpommern sind nun ein 77-jähriger Senior von der Insel Rügen und ein älteres Ehepaar aus Ueckermünde betroffen. Die Betrüger brachten die Senioren durch vorgebliche Bitcoin-Deals und falsche Geldanlagen um insgesamt 710.000 Euro. Die Opfer zahlten Geld auf ausländische Konten ein – und sahen es nie wieder. Die Polizei warnt eindringlich vor den perfiden Tricks der Kriminellen.
Senior verliert 650.000 Euro durch vermeintliche Bankanlagen
Der Senior aus dem Kreis Vorpommern-Rügen erstattete diese Woche Anzeige bei der Polizei. Über mehrere Monate hinweg überwies er insgesamt 650.000 Euro ins Ausland. Der 77-Jährige schloss mehrere vermeintliche Anlageverträge ab, darunter Angebote für Fest- und Tagesgeldanlagen bei einer angeblich seriösen Bank im Ausland. Als der Senior sein Geld zurückforderte, verschwand sein Ansprechpartner spurlos. Die vermeintlichen Verträge entpuppten sich als reine Luftnummern, die nur darauf ausgelegt waren, das Ersparte des Mannes abzuschöpfen.
Ehepaar fällt auf Bitcoin-Betrug herein
Auch ein älteres Ehepaar in Ueckermünde im Kreis Vorpommern-Greifswald wurde Opfer der Betrüger. Der Schaden beläuft sich auf 60.000 Euro. Die beiden wurden über ein Internetvideo auf ein angebliches Bitcoin-Geschäft aufmerksam. Sie nahmen telefonisch Kontakt zu einem vorgeblichen Broker auf. Zunächst schien alles seriös: Die Opfer zahlten Geld ein und erhielten es inklusive eines vermeintlichen Gewinns zurück. Daraufhin investierten sie eine größere Summe – doch diesmal erhielten sie nichts mehr. Der Broker war nicht mehr erreichbar, und die versprochenen Gewinne blieben aus.
Polizei warnt vor unseriösen Websites und unrealistischen Versprechungen
Die Polizei empfiehlt dringend, vermeintliche Angebote im Internet genau zu prüfen. Besondere Vorsicht ist bei unrealistisch hohen Zinsen und Gewinnen geboten. „Suchen Sie nach Rezensionen der jeweiligen Firma. Nicht jede Website, die seriös erscheint, ist es auch“, so die Behörde. Wer unsicher ist, sollte keine persönlichen Daten preisgeben und kein Geld ins Ausland überweisen. Bei Zweifeln können die Hausbank oder die Finanzaufsicht bei der Einschätzung helfen. Die Polizei betont, dass solche Betrugsmaschen oft gezielt ältere Menschen ansprechen, die mit digitalen Angeboten weniger vertraut sind.
Die Fälle zeigen, wie wichtig Aufklärung und Vorsicht im Umgang mit Online-Angeboten sind. Senioren sollten besonders skeptisch sein, wenn unbekannte Kontakte hohe Renditen versprechen oder zur Überweisung auf ausländische Konten drängen. Die Polizei ermittelt weiterhin und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.



