Prozess gegen Blaulicht-Fotografen: Gericht lässt Anklagepunkte fallen
Blaulicht-Fotografen: Gericht lässt Anklagepunkte fallen

Im Prozess gegen zwei Blaulicht-Fotografen in Dessau hat das Landgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft überraschend mehrere Anklagepunkte eingestellt. Der Hauptangeklagte ist nun noch in elf von ursprünglich 17 Anklagepunkten angeklagt, der zweite Angeklagte in neun von 17. Die Entscheidung fiel am Donnerstag, dem 8. Mai 2026, im Gerichtssaal.

Hintergrund des Verfahrens

Seit März stehen die beiden Männer vor Gericht, denen vorgeworfen wird, Brände gelegt zu haben, um spektakuläre Fotos davon zu machen und zu verkaufen. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich 17 Brandstiftungsfälle angeklagt, von denen nun ein Teil aus Mangel an Beweisen oder aus anderen Gründen fallengelassen wurde.

Reaktionen und weiteres Vorgehen

Die Verteidigung zeigte sich erleichtert über die Entscheidung. „Das Gericht hat die Beweislage kritisch geprüft und entsprechend gehandelt“, sagte einer der Anwälte. Der Prozess wird fortgesetzt, die Beweisaufnahme zu den verbleibenden Anklagepunkten läuft weiter. Ein Urteil wird frühestens im Sommer erwartet.

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Die Angeklagten, beide als Blaulicht-Fotografen bekannt, bestreiten die Vorwürfe weitgehend. Sie geben an, lediglich an Einsatzorten fotografiert zu haben, ohne selbst für die Brände verantwortlich zu sein. Die Staatsanwaltschaft hält jedoch an den verbleibenden Anklagepunkten fest und will diese weiterhin vor Gericht beweisen.

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