Blutige Rache bei Trinkgelage in Stralsund: Mann wegen Irrtum lebensgefährlich verletzt
Fünf Monate nach einer brutalen Messer- und Gewaltattacke in Stralsund stehen zwei Tatverdächtige nun vor dem Landgericht Stralsund. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen versuchten Totschlag und schwere Körperverletzung vor, wie das Gericht aktuell mitteilte. Der Prozess beginnt am 25. März, und ein Urteil wird für Mitte April erwartet.
Irrtum führte zu lebensgefährlicher Attacke
Die blutige Tat ereignete sich am Nachmittag des 11. Oktober 2025 bei einem Trinkgelage in einer Wohnung im Stadtteil Knieper im Nordwesten von Stralsund. Mindestens fünf Personen im Alter von 33 bis 56 Jahren waren anwesend, alle sollen laut Angaben erheblich alkoholisiert gewesen sein. Das damals 41-jährige Opfer erlitt mehrere Schnitt- und Stichwunden am Oberschenkel und Rücken, die eine intensivmedizinische Versorgung erforderlich machten.
Die beiden Angeklagten, 51 und 42 Jahre alt, misshandelten den Geschädigten, weil sie fälschlicherweise annahmen, er habe eine anwesende Frau sexuell belästigt. Dieser Irrtum stellte sich später heraus, doch die Attacke hatte bereits schwerwiegende Folgen. Der 51-Jährige wird als Hauptverdächtiger bezeichnet.
Gewalttätige Eskalation mit Bierflasche und Messer
Der 51-jährige Angeklagte soll eine leere Bierflasche auf den Kopf des Opfers geschlagen und ihm mit einem Obstmesser ins Bein gestochen haben. Der 42-Jährige soll den Geschädigten niedergeschlagen haben. Als das verletzte Opfer ins Bad ging, folgte eine erneute Attacke: Der 51-Jährige stach ihm von hinten in den Rücken.
Die Flucht gelang dem Geschädigten nur, weil ein anderer Mann in der Wohnung, der sich nicht an den Übergriffen beteiligte, eingriff und ihm zur Flucht verhalf. Über den Rettungsdienst wurde die Polizei alarmiert, die die beiden Täter noch am Tatort festnehmen konnte.
Vorbestrafte Täter in U-Haft
Beide Angeklagten sind laut Landgericht mehrfach und teilweise einschlägig vorbestraft. Der 51-Jährige befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Zwei Gutachter werden den Prozess beobachten, um die Umstände der Tat und die Schuldfähigkeit der Beteiligten zu bewerten.
Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft sind schwerwiegend, und der Fall unterstreicht die Gefahren von Alkoholexzessen und unkontrollierter Gewalt. Die Verhandlung vor dem Landgericht Stralsund wird mit Spannung erwartet, da sie über das Schicksal der Angeklagten und die Gerechtigkeit für das Opfer entscheiden wird.



