Bombenalarm im Bergringstadion: Kindertraining in Teterow jäh beendet
Eine schockierende Bombendrohung hat am Dienstagabend das friedliche Training junger Fußballer im Teterower Bergringstadion jäh unterbrochen. Der Sportverein SV Teterow 90 erhielt eine anonyme E-Mail, in der von im Stadion platzierten Sprengsätzen die Rede war – eine Nachricht, die sofortige Maßnahmen erforderte.
„Wir müssen hier abbrechen“: Plötzliche Evakuierung der Nachwuchssportler
Mitten im Training der Kinder- und Jugendmannschaften mussten die Übungsleiter die jungen Sportler unvermittelt vom Platz schicken. „Wir müssen hier abbrechen“, lautete die knappe Anweisung an die verwirrten Nachwuchskicker, während der eigentliche Grund für den Trainingsabbruch zunächst im Verborgenen blieb. Die jungen Athleten verließen zügig den Rasen, einige wurden umgehend von besorgten Eltern in Empfang genommen.
Erst später wurde das volle Ausmaß der Bedrohung deutlich: Die Polizei bestätigte am Freitag auf Nachfrage, dass der Verein eine Droh-Mail erhalten hatte, in welcher der Absender behauptete, Sprengsätze sowohl auf dem Sportgelände als auch in angrenzenden Gebäuden deponiert zu haben. Der anonyme Verfasser gab zudem an, zum Islam konvertiert zu sein.
Großeinsatz unter Flutlicht: Polizei durchsucht das gesamte Areal
Nach der Alarmierung rückten mehrere Streifenwagen der Polizei an und sperrten das komplette Stadionareal rigoros ab. Da die Dunkelheit bereits hereinbrach, schaltete der Verein die gesamte Flutlichtanlage ein, um den Einsatzkräften eine gründliche Durchsuchung des Geländes zu ermöglichen. Trotz der intensiven und umfassenden Suche konnten die Beamten jedoch keine gefährlichen Gegenstände oder Sprengsätze finden.
Gegen 19:30 Uhr gab die Polizei schließlich Entwarnung. SV-Vorsitzender Detlef Blehk, der bei Bekanntwerden des Alarms umgehend von Rostock nach Teterow zurückkehrte, zeigte sich bestürzt: „Für uns als Vorstand war das natürlich eine schockierende Nachricht.“ Er betonte, dass der plötzliche Trainingsabbruch auch für die Kinder traumatisch gewesen sein müsse.
Wiederholte Anfeindungen gegen den Verein
Vorstandsmitglied René Thoma verurteilte die Tat am Freitag scharf als „Unsportlichkeit gegenüber einem Verein, der viele Kinder trainiere“. Aus Sportlerkreisen verlautete zudem, dass der SV Teterow 90 in der Vergangenheit bereits mehrfach Ziel von Verunglimpfungen und Anfeindungen gewesen sei. Der Verein selbst möchte sich zu diesen Vorfällen nicht näher äußern, hofft aber auf eine zügige Aufklärung der jüngsten Bedrohung.
Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen. Der Täter, der die Drohung von einem falsch angelegten Account verschickt haben soll, ist bislang unbekannt. Der Verein und die örtlichen Behörden arbeiten eng zusammen, um den Vorfall vollständig aufzuklären und die Sicherheit der Sportstätte langfristig zu gewährleisten.



