Brandanschlag auf Bauzaun am Bundeskanzleramt: Polizei fahndet nach E-Scooter-Flüchtigem
Am Bundeskanzleramt in Berlin hat ein mutmaßlicher Brandstifter in der Nacht zu Montag ein Feuer gelegt, das erhebliche Schäden verursachte. Die Polizei ermittelt nun wegen des Vorfalls, der sich bereits am späten Sonntagabend ereignete, aber erst jetzt öffentlich bekannt wurde.
Feuer an Baustellen-Kabeln und Bauzaun
Gegen 23.00 Uhr am Sonntagabend entzündete ein unbekannter Täter an der Paul-Löbe-Allee, direkt am Gelände des Bundeskanzleramts, ein Feuer. Die Flammen griffen auf Kabel einer angrenzenden Baustelle und Teile eines Bauzauns über, die dabei beschädigt wurden. Verletzte gab es bei dem Vorfall glücklicherweise nicht, wie die Polizei in einer aktuellen Mitteilung bestätigte.
Die Feuerwehr rückte umgehend aus und konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Dennoch hinterließ das Feuer sichtbare Spuren an der betroffenen Stelle, die nun als Tatort gesichert ist.
Polizei vermutet vorsätzliche Brandstiftung
Die Ermittler gehen von einer vorsätzlichen Tat aus und haben ein Verfahren wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung eingeleitet. Ein Sprecher der Polizei betonte, dass die genauen Umstände und das Motiv noch geklärt werden müssen. Die Fahndung nach dem Täter läuft auf Hochtouren.
Erste Hinweise deuten darauf hin, dass der Verdächtige nach der Tat auf einem E-Scooter flüchtete. Zeugen hatten die Flucht beobachtet, was der Polizei wertvolle Anhaltspunkte für die weitere Ermittlungsarbeit liefert.
Bauarbeiten am Kanzleramt als Hintergrund
Der Vorfall ereignete sich in unmittelbarer Nähe zu umfangreichen Bauarbeiten, die seit einigen Jahren auf der gegenüberliegenden Spreeseite stattfinden. Dort entsteht ein Erweiterungsbau mit Büros und weiteren Räumen für das Bundeskanzleramt. Die Baustelle war bereits zuvor durch Sicherheitsmaßnahmen abgesichert, doch der Brandanschlag zeigt mögliche Schwachstellen auf.
Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht nach weiteren Zeugen oder Hinweisen. Der Fall hat bereits mediale Aufmerksamkeit erregt, nachdem zunächst die Zeitung „B.Z.“ darüber berichtet hatte.



