Busbrand in der Schweiz: Mutmaßlicher Täter litt unter psychischen Problemen
Busbrand Schweiz: Täter hatte psychische Probleme

Verheerender Busbrand in der Schweiz: Sechs Tote bei Inferno in Kerzers

Ein schrecklicher Vorfall hat die Schweiz erschüttert: In einem Linienbus in Kerzers bei Bern ist ein tödliches Feuer ausgebrochen, das sechs Menschen das Leben kostete und fünf weitere teils schwer verletzte. Die Behörden gehen davon aus, dass ein psychisch labiler Mann die Brandstiftung verübte und dabei selbst ums Leben kam.

Details zur Tat und zum mutmaßlichen Täter

Laut Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin stieg der etwa 60-jährige Schweizer mit Säcken in der Hand in den Bus ein und verhielt sich nach Zeugenaussagen eigenartig. Plötzlich übergoss er sich mit einer entflammbaren Flüssigkeit und zündete sich an. Die Ermittler schließen einen terroristischen Hintergrund aus und beschreiben den Mann als Person, die am Rande der Gesellschaft lebte und psychisch gestört war.

Bourquin betonte, der mutmaßliche Brandstifter sei zuvor eher im medizinischen als im strafrechtlichen Bereich bekannt gewesen. Die Behörden stehen in Kontakt mit seiner Familie und nehmen an, dass er zu den Todesopfern gehört.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Beklemmende Augenzeugenberichte und Videos

Schweizer Medien wie „Blick“ und „20 Minuten“ verbreiteten Videos, die das Inferno zeigen. Die Aufnahmen sind erschütternd: Zunächst steigt dunkler Rauch aus dem Bus an einem Zebrastreifen in Kerzers, dann brechen Flammen aus. Ein Zeuge berichtete: „Alles ging so schnell – und dann stand binnen Augenblicken alles in Flammen.“ Die Hitze war so intensiv, dass Reifen explodierten und bis zu 200 Meter weit flogen.

Ein Rentner schilderte, wie ein Mann mit einem Stein eine Scheibe des Busses einschlug und sich kurz darauf jemand befreien konnte. „Das ist einfach nur schlimm und traurig“, sagte er.

Hintergründe zu den Opfern und dem Bus

Alle Opfer stammen aus der Region. Die Polizei wird die Identität der sechs Toten mitteilen, sobald die Angehörigen informiert sind. Von den fünf Verletzten befinden sich noch zwei im Krankenhaus. Der ausgebrannte Bus gehört dem Unternehmen Postauto, das ländliche Gebiete verbindet, und verkehrte auf der Strecke zwischen Düdingen und Kerzers.

Die Gemeinde Kerzers mit knapp 5.600 Einwohnern drückte auf ihrer Homepage ihre Betroffenheit aus. Sie liegt in einem wichtigen Gemüseanbaugebiet der Schweiz.

Politische Reaktionen und historischer Kontext

Die Schweizer Politik reagierte entsetzt. Im etwa 26 Kilometer entfernten Bern gedachten beide Parlamentskammern der Opfer. Stefan Engler, Präsident des Ständerates, sagte: „Wie aus dem Nichts nimmt eine alltägliche Situation eine unvorstellbare Wende.“ Nationalratspräsident Pierre-André Page betonte, das Ereignis erschüttere weit über die Region hinaus.

Der Busbrand folgt auf das Silvester-Inferno von Crans-Montana, bei dem 41 Menschen starben. Bundespräsident Guy Parmelin schrieb auf X: „Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration