Altkanzler Schröder und Ehefrau bei spannendem 2. Liga-Derby
Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (81) und seine Ehefrau So-yeon Schröder-Kim (55) waren am Freitagabend live beim 184. Niedersachsenderby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig dabei. Das Ehepaar, das seit Mai 2018 verheiratet ist, zeigte sich auf der Tribüne in bester Stimmung und lieferte eine süße Szene ab, die von Kameras festgehalten wurde.
Ein Kuss als Glücksbringer für Hannover 96
Kurz vor Anpfiff küsste Schröder seine gebürtige südkoreanische Ehefrau zärtlich auf die Wange. Dieser Moment schien tatsächlich Glück zu bringen, denn Hannover 96 ging nach einer halben Stunde Spielzeit in Führung. Bei einer Flanke von Stefan Teitur Thordarson stand Maik Nawrocki völlig frei und köpfte zum entscheidenden 1:0 für die Heimmannschaft ein.
Der frühere Aufsichtsratschef von Hannover 96, der dieses Amt von 2017 bis 2019 innehatte, verfolgte das Spiel mit sichtlicher Begeisterung. Interessant ist dabei, dass Schröder im April 2022 aus dem Verein ausgetreten war, nachdem Hannover 96 einen Ausschluss geprüft hatte. Grund waren seine öffentlichen Äußerungen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie seine Tätigkeiten bei den russischen Konzernen Rosneft und Gazprom, die den Klub-Grundwerten widersprachen.
Spielunterbrechung durch Pyrotechnik-Nebel
Das Derby verlief insgesamt friedlicher als in der Vergangenheit, wo es zwischen den Anhängern beider Klubs teilweise zu heftigen Ausschreitungen gekommen war. Allerdings musste die Partie in der zweiten Halbzeit für etwa zehn Minuten unterbrochen werden. Grund dafür war dichter Nebel, der durch abbrennende Pyrotechnik entstanden war und die Sicht auf dem Spielfeld erheblich beeinträchtigte.
Für Hannover 96 war der Sieg im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga von großer Bedeutung. Die Mannschaft von Trainer Christian Titz festigte mit dem Dreier den dritten Tabellenplatz und bleibt damit in der Aufstiegsrelegation. Für Eintracht Braunschweig hingegen wird die Situation in der unteren Tabellenhälfte immer brisanter. Der Klub belegt nach der Niederlage nur noch Platz 14 und muss weiterhin um den Klassenerhalt kämpfen.
Karlsruher SC siegt in letzter Minute
Im zweiten Spiel des Freitagabends setzte sich der Karlsruher SC in einer dramatischen Schlussphase mit 3:1 gegen Greuther Fürth durch. Die Gäste waren durch Noel Futkeu bereits in der 5. Minute in Führung gegangen. Kurz nach der Pause gelang Pinto Pedrosa der Ausgleich für den KSC in der 47. Minute.
Die Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit, als die Joker Shio Fukuda und Fabian Schleusener in der 93. und 97. Minute die Tore zum 3:1-Endstand erzielten. Dieser späte Sieg brachte dem Karlsruher SC wichtige Punkte im Mittelfeld der 2. Bundesliga.



