Aktivisten beschmieren Churchill-Statue in London mit Palästina-Sprüchen – Festnahme
Churchill-Statue in London mit Palästina-Sprüchen beschmiert

Churchill-Denkmal in London mit politischen Parolen beschmiert – Festnahme erfolgt

In der Nacht zum Donnerstag wurde die berühmte Statue von Sir Winston Churchill am Parliament Square in London mit roter Farbe und politischen Parolen beschmiert. Unbekannte Aktivisten hinterließen Sprüche wie »Befreit Palästina«, »Stoppt den Genozid«, »Nie wieder ist jetzt« und »Zionistischer Kriegsverbrecher« auf dem Denkmal, das seit 1973 an den ehemaligen britischen Premierminister erinnert. Die Londoner Metropolitan Police reagierte umgehend und nahm einen 38-jährigen Mann wegen des Verdachts auf rassistisch motivierte Sachbeschädigung fest. Der Verdächtige befindet sich derzeit in Haft, wie die Behörden über soziale Medien mitteilten.

Regierung verurteilt Vandalismus als »abscheulich«

Ein Sprecher des britischen Premierministers Keir Starmer äußerte sich entsetzt über den Vorfall und bezeichnete ihn gegenüber der Nachrichtenagentur PA als »völlig abscheulich« und eine »Schande«. »Churchill war ein großer Brite«, betonte der Sprecher und verwies auf die historische Bedeutung des Politikers, der das Vereinigte Königreich durch den Zweiten Weltkrieg führte. Das Denkmal, das direkt gegenüber dem Westminster-Palast steht, wurde nach dem Vorfall mit Polizeiband abgesperrt und am Vormittag gereinigt, wie britische Medien berichteten.

Hintergrund: Zunehmende Proteste im Zusammenhang mit dem Gazakrieg

Seit Beginn des Gazakrieges kommt es in britischen Städten vermehrt zu Demonstrationen und Protestaktionen, die oft mit Vandalismus einhergehen. Beispielsweise sorgte die Einstufung der Gruppe »Palestine Action« als Terrororganisation für Kontroversen, was in den vergangenen Monaten zu Hunderten Festnahmen bei Demos führte. Der High Court urteilte kürzlich, dass das Verbot der Gruppe gemäß den Terrorismusgesetzen rechtswidrig sei. Der aktuelle Vorfall reiht sich in eine Serie von politisch motivierten Beschädigungen historischer Denkmäler ein, darunter auch frühere Vorfälle an der Churchill-Statue, wie etwa während Black-Lives-Matter-Demonstrationen im Jahr 2020.

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Die Statue, deren Standort Churchill bereits in den Fünfzigerjahren selbst ausgewählt haben soll, wurde 1973 von seiner Witwe enthüllt und dient seitdem als Symbol britischer Geschichte. In der Vergangenheit wurde das Denkmal mehrfach für politische Botschaften instrumentalisiert, unter anderem bei Protesten für Transrechte im vergangenen Jahr. Die Londoner Polizei ermittelt weiter zu den Umständen der jüngsten Beschädigung und prüft mögliche Verbindungen zu anderen Aktivitäten.

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