Clan-Boss erneut vor Gericht: Schwere Vorwürfe gegen Arafat Abou-Chaker
Der bekannte Clan-Chef Arafat Abou-Chaker (49) muss sich erneut vor Gericht verantworten. Am Freitag stand der umstrittene Berliner erneut vor Richter und Staatsanwaltschaft, diesmal wegen schwerwiegender Vorwürfe der Bedrohung und Beleidigung.
Konkrete Vorwürfe: Todesdrohung und schwere Beleidigungen
Die Staatsanwaltschaft Berlin hatte bereits am 7. August 2025 vor dem Amtsgericht Tiergarten Anklage erhoben. Konkret geht es um einen Vorfall vom 24. Oktober 2024 in Berlin-Neukölln. Laut Anklageschrift war Abou-Chaker gegen 14.30 Uhr mit einem grauen Mercedes-Benz in Richtung Hermannplatz unterwegs, als es zu einem Verkehrsstreit kam.
Der Auslöser: Abou-Chaker wollte plötzlich die Fahrspur wechseln, was zu einem Konflikt mit der Fahrerin eines Mercedes-Benz Vito führte. Was dann folgte, wiegt juristisch besonders schwer.
Dramatische Szene auf der Straße
Über das halb geöffnete rechte Fahrzeugfenster soll Abou-Chaker die beiden Zeuginnen Y. und F. zunächst als „Schl***“ und „Hu***“ beschimpft haben. Doch die Situation eskalierte weiter: Gegenüber der Zeugin Y. soll er – während er sich mit dem Finger über die Kehle fuhr – gesagt haben: „Ich f*** euch, ich f*** deine Mutter. Du bist tot.“
Die Staatsanwaltschaft schildert die psychologischen Folgen für die Betroffenen deutlich: „Die Zeuginnen nahmen die Äußerungen – wie von dem Angeschuldigten beabsichtigt – ernst, verspürten Angst und fühlten sich in ihrem Ehrgefühl verletzt und in ihrer Würde herabgesetzt.“
Verhandlung dauert an
Die Verhandlung gegen den Clan-Chef dauerte am Freitag noch an und wird fortgesetzt. Für Abou-Chaker ist dies nicht der erste Justizkonflikt – der 49-Jährige hat bereits eine lange Geschichte mit Gerichtsverfahren.
Die aktuelle Anklage wirft ein Schlaglicht auf die wiederkehrenden juristischen Probleme des Berliner Clan-Chefs und die konkreten Vorwürfe, mit denen sich die Justiz auseinandersetzen muss. Die betroffenen Frauen hatten die Bedrohungen offenbar als existenziell empfunden und zeigten die Vorfälle entsprechend an.



