Ein tragischer Unfall erschüttert die Segelgemeinschaft: Ein Crewmitglied des Forschungsschiffs „Malizia Explorer“ des bekannten Solo-Weltumseglers Boris Herrmann ist vor der brasilianischen Küste ums Leben gekommen. Das Team Malizia bestätigte am Donnerstag den Tod des 32-jährigen Deutschen und zeigte sich zutiefst betroffen. Gemeinsam mit der Familie trauere man um den Verunglückten.
Unfall vor Fernando de Noronha
Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch in der Nähe der Inselgruppe Fernando de Noronha, einem tropischen Paradies vor der Küste Brasiliens. Die „Malizia Explorer“, ein rund 26 Meter langes Forschungsschiff, war erst am Mittwoch aus Rio de Janeiro eingetroffen und lag in der Bucht von Praia do Porto vor Anker. Die Crew hatte einen geplanten Zwischenstopp eingelegt, um im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts vor der Atlantiküberquerung zu forschen.
Plötzliche Ohnmacht unter Wasser
Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörde erlitt der 32-Jährige während eines Aufenthalts im Wasser eine plötzliche Ohnmacht. Die Besatzungsmitglieder der „Malizia Explorer“ reagierten sofort, alarmierten den Rettungsdienst und leisteten Erste Hilfe. Auch die lokalen Rettungskräfte waren schnell zur Stelle, führten Wiederbelebungsmaßnahmen durch und brachten den Mann ins Krankenhaus. Doch alle Bemühungen waren vergeblich – er starb im Krankenhaus. Die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, um die genauen Umstände des Unglücks zu klären.
Team Malizia in tiefer Trauer
Boris Herrmann, der sich zum Zeitpunkt des Unfalls am Hauptsitz seines Teams in Lorient (Frankreich) aufhielt, steht in engem Kontakt mit der Familie des Verunglückten. Das Team bietet der Familie in dieser schweren Zeit volle Unterstützung an. Zudem arbeitet man mit den örtlichen und deutschen Behörden zusammen. Auch die anderen Besatzungsmitglieder, die das tragische Ereignis miterleben mussten, erhalten psychologische Betreuung.
Hintergrund des Verunglückten
Der Verstorbene war nach Angaben von Team Malizia mehrere Monate als Rucksacktourist unterwegs und reiste sowohl über Land als auch auf dem Wasser. Im Dezember 2025 traf er in Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens, auf die Crew der „Malizia Explorer“. Das Team erinnerte sich an ihn als einen begeisterten, freundlichen Menschen mit einer tiefen Leidenschaft für das Segeln und das Meer. Im März 2026 heuerte er schließlich für die Atlantiküberquerung an Bord an.
Forschungsschiff mit prominenter Vergangenheit
Die „Malizia Explorer“ wurde 2025 von Boris Herrmann und seinem Team für wissenschaftliche Expeditionen erworben. Das Schiff ergänzt die Rennboote des Teams und wird für Forschungsreisen genutzt. Erst im Januar 2025 nahm die Umweltaktivistin Luisa Neubauer an einer vierwöchigen Expedition in die Antarktis an Bord des Seglers teil. Der tragische Unfall wirft nun einen Schatten auf die weitere Nutzung des Schiffs.



