Betrugsfall in Dessau: Baufirma überweist fünfstellige Summe auf gefälschtes Konto
Dessau: Baufirma fällt auf gefälschte Rechnung herein

Erneuter Betrugsfall in Dessau: Baufirma überweist fünfstellige Summe auf gefälschtes Konto

In Dessau-Roßlau ist erneut ein Unternehmen auf betrügerische Rechnungen hereingefallen. Nachdem im vergangenen Jahr der VorOrt-Verein fast 60.000 Euro an Betrüger verlor, wurde nun eine örtliche Baufirma Opfer eines ähnlichen Tricks. Die Polizei warnt vor dieser Methode und ermittelt im aktuellen Fall.

Details zum aktuellen Vorfall

Am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, erstattete eine Mitarbeiterin des Dessauer Bauunternehmens Anzeige bei der Polizei. Laut ihren Angaben hatte die Firma am Montag eine Rechnung eines Lieferanten erhalten. Die Baufirma überwies den Rechnungsbetrag im unteren fünfstelligen Bereich umgehend auf das angegebene Konto unter Nutzung der in der Rechnung aufgeführten Bankdaten.

Erst am Donnerstag stellte die Mitarbeiterin fest, dass die Bankverbindung der gezahlten Rechnung von der Bankverbindung der Originalrechnung abwich. Die Originalrechnung war im digitalen Postfach der Firma eingegangen. Die Zahlung war somit auf ein durch Betrüger genutztes Konto erfolgt.

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Identische Rechnungen mit manipulierten Kontodaten

Nach Angaben der Polizei waren beide Rechnungen inhaltlich vollständig identisch. Sie unterschieden sich lediglich durch die abweichende Bankverbindung. Die Täter hatten die IBAN ausgetauscht, um das Geld auf ihr eigenes Konto umzuleiten. Über die Hausbank der Baufirma wurde nach Bekanntwerden des Betrugs umgehend ein Überweisungsrückruf veranlasst. Ob dieser erfolgreich war, blieb am Freitag noch unklar.

Ähnlicher Fall beim VorOrt-Verein im Vorjahr

Bereits im Jahr 2025 war der VorOrt-Verein in Dessau auf einen identischen Betrugstrick hereingefallen. Damals hatten Betrüger dem Vorstand eine täuschend echte E-Mail einer Baufirma geschickt, die gerade eine Wärmepumpe und eine Solaranlage eingebaut hatte. Auch hier war die IBAN ausgetauscht worden. Der Verein überwies die Summe von fast 60.000 Euro – und das Geld war unwiederbringlich verloren.

Polizeiliche Warnung und Empfehlungen

Die Dessau-Roßlauer Polizei verweist auf die Ähnlichkeit beider Fälle und warnt Unternehmen vor dieser Betrugsmethode. Um sich zu schützen, empfiehlt die Polizei:

  • Bankverbindungen bei Rechnungen immer doppelt zu prüfen
  • Bei verdächtigen E-Mails oder Rechnungen direkt den Absender telefonisch zu kontaktieren
  • Digitale Postfächer regelmäßig auf Manipulationen zu überprüfen
  • Bei Unsicherheiten sofort die Hausbank zu informieren

Die Ermittlungen im aktuellen Fall laufen, während Unternehmen in der Region erhöhte Wachsamkeit walten lassen sollten.

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