Einschussloch an Berliner Imbiss: Sondereinheit Ferrum übernimmt Ermittlungen
Die Serie von Schüssen in Berlin setzt sich fort. Am Sonntagmorgen alarmierte der Betreiber eines Imbisses am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg die Polizei, nachdem er gegen 6.00 Uhr ein Einschussloch im Speiseausgabenfenster seines Geschäftes entdeckt hatte. Die Ermittler in der Hauptstadt bestätigten den Vorfall und sicherten vor Ort Spuren, darunter zwei Patronenhülsen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, und die Polizei machte zunächst keine Angaben zum möglichen Hintergrund.
Einsatz der Sondereinheit Ferrum
Die Ermittlungen wurden von der Sondereinheit „Ferrum“ des Landeskriminalamtes (LKA) übernommen. Diese Einheit wurde im November 2025 eingerichtet – der Name „Ferrum“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Eisen“. Parallel dazu zog die Staatsanwaltschaft mit der Ermittlungsgruppe „Telum“ nach, was lateinisch für „Waffe“ steht. Seit ihrer Gründung hat „Ferrum“ bereits rund 280 Ermittlungsverfahren eingeleitet, was die Bedeutung dieser Spezialeinheit im Kampf gegen die Kriminalität in Berlin unterstreicht.
Hintergrund der Schießereien in Berlin
In Berlin kommt es immer wieder zu Schüssen, allein in der vergangenen Woche wurden mehrere Fälle gemeldet. Die Ermittler verorten viele dieser Taten im kriminellen Milieu. Laut Polizei handelt es sich oft um Erpressungen von Geschäftsleuten, Revierkämpfe und Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität. Allerdings werden nicht alle Fälle der organisierten Kriminalität zugeordnet, was auf eine komplexe und vielschichtige Bedrohungslage hinweist. Der aktuelle Vorfall am Nollendorfplatz reiht sich in diese besorgniserregende Serie ein und zeigt, dass die Sicherheitsbehörden weiterhin vor großen Herausforderungen stehen.
Die Polizei betont, dass die Ermittlungen von „Ferrum“ und „Telum“ darauf abzielen, die Hintergründe solcher Vorfälle aufzuklären und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden, um zur Aufklärung beizutragen und die Sicherheit in der Stadt zu erhöhen.



