Epstein-Skandal: Nach Clintons Befragung fordern Demokraten Trump und Lutnick vor
Epstein-Skandal: Demokraten fordern Trump und Lutnick vor

Epstein-Skandal: Nach Clintons Befragung fordern Demokraten Trump und Lutnick vor

Die Befragung des früheren US-Präsidenten Bill Clinton zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein ist beendet, doch die politische Aufarbeitung des Skandals geht weiter. Der republikanische Vorsitzende des Kontrollausschusses, James Comer, kündigte an, weitere Personen vorladen zu wollen, während Demokraten die Aussage von US-Präsident Donald Trump und Handelsminister Howard Lutnick fordern.

Clintons Befragung und die offenen Fragen

Bill Clinton sagte am Donnerstag viele Stunden lang vor dem Kongressausschuss in Chappaqua, New York, aus – ähnlich lange wie seine Frau, die frühere Außenministerin Hillary Clinton, am Vortag. Anders als seine Frau trat Clinton danach nicht vor die Presse. Ausschussvorsitzender Comer bezeichnete die Befragung als „sehr produktiv“ und betonte, Clinton habe versucht, jede Frage zu beantworten. Videoaufzeichnungen und Transkripte sollen „so schnell wie möglich“ veröffentlicht werden.

Clinton wies jede Kenntnis von Epsteins Straftaten zurück und erklärte in sozialen Medien, er habe „nichts gesehen und nichts Falsches getan“. Bekannt ist, dass Epstein während Clintons Präsidentschaft 17 Mal im Weißen Haus war und der Ex-Präsident mindestens 27 Mal mit Epsteins Flugzeug reiste. Medien berichten, Clinton sei zu einem Foto befragt worden, das ihn in einem Whirlpool mit einer unkenntlichen Frau zeigt – er habe ausgesagt, die Frau nicht zu kennen und keinen Sex mit ihr gehabt zu haben.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Demokraten fordern Trump und Lutnick vor den Ausschuss

Der Demokrat Ro Khanna erklärte, mit Clintons Aussage sei ein Präzedenzfall geschaffen: Wenn ein früherer Präsident einer Vorladung folgen müsse, gelte das auch für Trump. Dieser hatte eine Vorladung zum Kapitol-Sturm 2021 missachtet. Mehrere Demokraten forderten nun, dass Trump vor dem Epstein-Ausschuss aussagen müsse.

Zudem fordern Demokraten die Vorladung von Handelsminister Howard Lutnick. Aus jüngst veröffentlichten Akten geht hervor, dass Lutnick länger Kontakt zu Epstein hatte als zuvor angegeben. Er räumte ein, Epsteins Karibikinsel 2012 besucht zu haben, bestreitet aber Fehlverhalten. Der ranghöchste Demokrat im Ausschuss, Robert Garcia, nannte es „inakzeptabel“, Lutnick nicht vorzuladen, und forderte seinen Rücktritt oder zumindest eine Aussage. Comer sagte, es sei „sehr gut möglich“, dass Lutnick geladen werde.

Politische Spannungen und weitere Ermittlungen

Während der Befragung Clintons drückte Trump sein Bedauern aus: „Ich mag ihn und es gefällt mir nicht, ihn unter Eid aussagen zu sehen“. Comer betonte, den Clintons werde derzeit kein Fehlverhalten vorgeworfen; Ziel der Untersuchung sei, zu klären, wie Epstein zu Einfluss und Reichtum gelangte und welche Netzwerke ihn schützten. Die politischen Spannungen um den Epstein-Skandal bleiben hoch, und die Aufarbeitung dürfte noch weitere Personen und Details ans Licht bringen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration