Ex-Freundin im Høiby-Prozess: 'Marius hat zwei Gesichter' – Gewalt und Zuneigung
Ex-Freundin: Høiby hat zwei Gesichter – Gewalt und Zuneigung

Prozess in Norwegen: Ex-Freundin schildert Gewalt und zwei Gesichter von Høiby

Im laufenden Vergewaltigungsprozess gegen Marius Borg Høiby hat eine ehemalige Freundin des Angeklagten vor Gericht ausgesagt. Die Influencerin, die von 2022 bis 2023 mit dem Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit zusammen war, berichtete von einem erschreckenden Wechsel zwischen Gewalt und Zuneigung in der Beziehung. Ihre Aussagen werfen ein neues Licht auf die Vorwürfe, die Høiby in insgesamt 38 Anklagepunkten belasten, darunter vier Vergewaltigungen, häusliche Gewalt und Körperverletzung.

'Ich habe das Gefühl, Marius hat zwei Gesichter'

Die Ex-Freundin beschrieb Høiby laut Medienberichten als Person mit zwei völlig unterschiedlichen Seiten. 'Da ist der süße Clown, der viel herumalbert und sehr lustig ist. Er war mein bester Freund, den ich wahnsinnig gern hatte', sagte sie. Doch dieser freundliche Charakter habe sich plötzlich in einen aggressiven und unberechenbaren Menschen verwandelt. 'Und dann war da Marius, mit dem ich nicht kommunizieren konnte, dessen Augen ganz schwarz wurden', fügte sie hinzu. Diese Veränderung habe ihr große Angst eingejagt, da sie nie wusste, was als Nächstes passieren würde.

Gewalttätige Übergriffe und Angstzustände

Die Frau schilderte konkrete Vorfälle von Gewalt, bei denen Høiby sie mehrfach gewürgt, getreten, mit Gegenständen beworfen und angeschrien haben soll. Sie verglich die Situation mit der Bedrohung durch einen Pitbull. Die Ausraster seien oft in Konfliktsituationen aufgetreten, etwa bei Gerüchten über Untreue oder wenn sie sein Telefon genommen hatte. Das Paar lebte während der Beziehung an verschiedenen Orten zusammen, was die Gewaltdynamik noch verstärkt haben könnte.

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Høibys Verteidigung: Paranoia und Drogenmissbrauch

Marius Borg Høiby, der seit Anfang des Monats in Oslo vor Gericht steht, hat in seiner Verteidigung auf psychische Probleme und Drogenkonsum verwiesen. Er gab an, nach seiner Festnahme im Sommer 2024 unter Paranoia gelitten zu haben, ausgelöst durch die Verbreitung von Bildern und dem Gefühl, überwacht zu werden. 'Ich war ja Norwegens meistgehasster Mann', sagte er. Zuvor hatte er im Prozess über seinen Missbrauch von Kokain, Alkohol und Ketamin gesprochen, was zu Blackouts geführt haben soll. Diese Faktoren könnten nach seiner Darstellung die Vorwürfe erklären.

Der Prozess zieht weiterhin große Aufmerksamkeit auf sich, da er nicht nur strafrechtliche Aspekte, sondern auch Fragen zu häuslicher Gewalt und dem Umgang mit Prominenz in Norwegen berührt. Die Aussagen der Ex-Freundin unterstreichen die Komplexität der Falles und die emotionalen Belastungen für alle Beteiligten.

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