Fahndung nach Täter nach Großeinsatz in Sinzig ohne Erfolg
Fahndung nach Täter in Sinzig ohne Erfolg

Die Polizei in Sinzig sucht weiterhin nach dem Täter eines Großeinsatzes, der am Freitag in einer Bank stattfand. Bislang gab es keinen Fahndungserfolg. Der oder die Täter sind nach einer möglichen Geiselnahme weiter auf der Flucht. Die Polizei hat keine neuen Erkenntnisse veröffentlicht. Die Ermittler gehen von mindestens einem Täter aus, der auch Beute gemacht hat.

Die Ereignisse am Freitag

Ein Mann mit einem weißen Overall, ähnlich wie ihn Imker tragen, soll einen Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens gegen 9.00 Uhr abgepasst und ihm einen Behälter mit Bargeld abgenommen haben. Anschließend habe er zwei Personen in einem separaten Raum in der Volksbank eingeschlossen. Die Polizei ging zunächst von einer Geisellage aus und sperrte das Gebäude weiträumig ab.

Ein Spezialeinsatzkommando drang in das Gebäude ein und befreite die zwei Personen unverletzt. Die Täter wurden jedoch nicht gefunden. Vermutlich hatte der Mann die Bank noch vor Eintreffen der Polizei verlassen. Ob bei dem Vorfall Waffen zum Einsatz kamen, ist unklar.

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Rechtliche Einordnung

Die Polizei ging zunächst von einer Geiselnahme aus. Welche Straftatbestände tatsächlich in Betracht kommen, ist Gegenstand der Ermittlungen. In Betracht kommt auch Freiheitsberaubung. Eine Freiheitsberaubung liegt nach dem Strafgesetzbuch vor, wenn ein Mensch eingesperrt oder ihm auf andere Weise die Freiheit genommen wird. Von Geiselnahme spricht man, wenn ein Mensch entführt oder festgehalten wird, um ihn oder einen Dritten durch die Drohung mit dem Tod, einer schweren Körperverletzung oder einer Freiheitsentziehung von mehr als einer Woche zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung zu nötigen.

Vorgehen der Polizei bei solchen Einsätzen

Martin Bachmaier, Vizepräsident der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster, erklärte: „Die Zielrichtung bei unklaren Lagen - ob das Geiselnahmen, Entführungen, Anschläge oder Ähnliches sind - ist zuerst einmal zu eruieren, was tatsächlich vorliegt. Das heißt, valide und fundierte Daten zu erheben: über die Anzahl der Täter, über potenzielle Geiseln oder Opfer, über die Bewaffnung.“ Man analysiere potenzielle Szenarien und schaue sich die Wahrscheinlichkeiten an. Zu einem bestimmten Zeitpunkt entscheide man sich dann für die zu diesem Zeitpunkt bestmögliche Lösung.

Am Samstag ist in Sinzig wieder Ruhe eingekehrt. Die Schalter der Bank bleiben jedoch geschlossen. Die Fahndung nach dem Täter läuft weiter.

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