Polizei fahndet nach Tankstellen-Betrügern in Oranienburg
Die Polizei in Brandenburg sucht nach einer Gruppe von Wechselgeld-Betrügern, die an einer Tankstelle in Oranienburg zugeschlagen haben. Fast ein Jahr nach der Tat veröffentlicht die Polizei nun Bilder aus der Überwachungskamera und bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe. Die Kriminalpolizei fahndet nach fünf Männern und einem Kind, die verdächtigt werden, einen Mitarbeiter einer Tankstelle in der Saarlandstraße um einen dreistelligen Geldbetrag betrogen zu haben.
Der Vorfall im Detail
Die Tat ereignete sich am 14. Mai 2025 gegen 17:20 Uhr. Die Gruppe fuhr mit einem schwarzen Citroën C1 vor und betrat den Verkaufsraum der Tankstelle. Zwei der Männer sprachen den Mitarbeiter an und baten ihn, einen mittleren dreistelligen Betrag in kleine Scheine in große Scheine zu wechseln. Während der Mitarbeiter das Geld zählte, lenkte ein weiteres Mitglied der Gruppe ihn gezielt ab. Dadurch bemerkte der Angestellte nicht, dass ihm weniger Geld übergeben wurde als vereinbart. Parallel dazu nutzten andere Mitglieder der Bande die Unruhe und stahlen Waren im Wert von rund 200 Euro.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Da andere Ermittlungsansätze bisher erfolglos blieben, hofft die Polizei nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die die Tatverdächtigen erkennen oder Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Oberhavel unter der Telefonnummer 03301 – 851-0 zu melden. Alternativ kann auch das polizeiliche Hinweisportal genutzt werden.
Hintergrund der Betrugsmasche
Wechselgeld-Betrügereien sind eine bekannte Masche, bei der die Täter durch geschickte Ablenkung und Verwirrung das Opfer dazu bringen, einen falschen Geldbetrag auszuhändigen. Oft arbeiten die Täter in Gruppen, um die Aufmerksamkeit des Opfers zu teilen. In diesem Fall gelang es der Bande nicht nur, einen dreistelligen Betrag zu erbeuten, sondern auch noch zusätzliche Waren zu stehlen.
Die Polizei appelliert an alle Tankstellenmitarbeiter und Einzelhändler, bei Wechselgeldtransaktionen besonders wachsam zu sein und bei verdächtigen Vorfällen sofort die Polizei zu verständigen.



