Achtung, Pendler: Betrüger haben das Deutschlandticket als neue Masche für sich entdeckt. Derzeit sind wieder gefälschte E-Mails im Umlauf, die angeblich offene Zahlungen für das beliebte Ticket einfordern. Wer eine solche Nachricht erhält, sollte keinesfalls vorschnell handeln und genau prüfen, bevor er Geld überweist.
So erkennen Sie die Betrugsmasche
Die Kriminellen geben sich in ihren Nachrichten als DB Vertrieb GmbH aus. In der Mail heißt es, dass beim Deutschlandticket-Abo ein Betrag offen geblieben sei. Konkret fordern die Absender 63 Euro. Als Grund nennen sie angebliche Probleme beim SEPA-Lastschriftverfahren. Deshalb solle die Zahlung ausnahmsweise per Überweisung erfolgen. Genau dieser ungewöhnliche Zahlungsweg ist ein erstes Warnsignal.
Druck durch kurze Fristen
Zusätzlich setzen die Betrüger ihre Opfer unter Zeitdruck. Die angebliche Rechnung müsse innerhalb von 48 Stunden beglichen werden. Andernfalls drohen laut Mail Zusatzkosten von bis zu 170 Euro. Formulierungen wie „letzte Zahlungsaufforderung“ oder Hinweise auf Inkasso und rechtliche Schritte sollen die Empfänger verunsichern und zu schnellem Handeln bewegen, ohne die Angaben zuvor zu prüfen.
Verdächtige Absenderadresse
Ein weiteres klares Zeichen für Betrug ist die Kontaktadresse. Statt einer offiziellen Bahn-Adresse wird ein Konto beim Dienst Proton Mail genutzt. Seriöse Unternehmen arbeiten in solchen Fällen normalerweise mit eigenen Service-Adressen. Wer unsicher ist, sollte daher niemals direkt auf solche Mails reagieren.
Was Betroffene tun sollten
Solche Nachrichten sollten sofort als Spam markiert werden. Wer bereits Geld überwiesen hat, muss schnell handeln und seine Bank informieren. Je früher reagiert wird, desto größer ist die Chance, die Zahlung noch zu stoppen. Zusätzlich empfiehlt es sich, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.



