Schwerer Raubüberfall in Güstrow: Falscher Postbote fesselt und beraubt 46-Jährige
In Güstrow hat ein maskierter Mann eine 46-jährige Frau in ihrer eigenen Wohnung überfallen, gefesselt und ausgeraubt. Der Täter gab sich am Dienstag, dem 3. März, als Postbote aus und drang gewaltsam in die Wohnung in der Verbindungschaussee ein. Die Polizei sucht intensiv nach dem flüchtigen Räuber und bittet die Bevölkerung um Zeugenhinweise.
Der Tathergang: Einbruch unter falscher Identität
Gegen 8 Uhr morgens klingelte ein Unbekannter an der Wohnungstür der 46-jährigen Armenierin und identifizierte sich über die Gegensprechanlage als Postbote. Als die Frau öffnete, drängte der Mann, der inzwischen eine Sturmhaube trug und ein Messer in der Hand hielt, sie sofort zurück in die Wohnung. Mit einem Seil fesselte er sein wehrloses Opfer und durchsuchte anschließend die Räumlichkeiten.
Der Täter erbeutete Schmuck und Bargeld im Gesamtwert von etwa 1.500 Euro, bevor er unerkannt flüchtete. Die Frau beschrieb den Räuber als akzentfrei russisch sprechend. Sie erlitt leichte Schnittverletzungen an der Hand, als sie versuchte, sich gegen das Messer zu wehren, und musste medizinisch behandelt werden.
Stundenlanger Polizeieinsatz mit Hubschrauber und Spürhunden
Erst knapp eine Stunde nach der Tat wurde die Polizei alarmiert. Eine Nachbarin hatte die lauten Schreie der gefesselten Frau gehört, befreite sie von ihren Fesseln und rief umgehend Hilfe. Sofort rückten alle verfügbaren Streifenwagen aus, begleitet von Rettungskräften.
Am vergangenen Dienstag folgte in der Verbindungschaussee sowie im Umfeld der Bundesstraßen B104 und B103 ein stundenlanger Großeinsatz. Zahlreiche zivile Ermittler, Spürhundestaffeln und sogar ein Polizeihubschrauber durchkämmten das Gebiet, doch die Suche blieb vorerst erfolglos.
Polizei geht von schwerem Raub und Freiheitsberaubung aus
Florian Müller von der Polizeiinspektion Güstrow betonte die Ernsthaftigkeit der Ermittlungen: „Es sieht nicht nach einer fingierten Geschichte aus, wir gehen von einem schweren Raub und dem Verdacht der Freiheitsberaubung aus.“ Nach mehrmaliger Vernehmung des Opfers liegt nun eine detaillierte Täterbeschreibung vor.
Der Gesuchte wird als etwa 25 Jahre alt beschrieben, mit einer Körpergröße zwischen 1,60 und 1,70 Metern. Er hat dunkle Augen und dunkle, mutmaßlich schwarze Haare, die trotz der Sturmhaube sichtbar waren. Zur Tatzeit trug er eine schwarze Sportjacke, eine schwarze Jogginghose sowie weiße Turnschuhe mit netzartigem Stoff.
Appell an Zeugen: Polizei bittet um Mithilfe
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, und die Polizei hofft auf entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung. Wer in der Nähe der Verbindungschaussee oder der Bundesstraßen B104 und B103 am Dienstagmorgen, dem 3. März, verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird dringend gebeten, sich zu melden.
Kontaktieren Sie die Güstrower Polizei unter der Telefonnummer 03843-2660. Jeder noch so kleine Hinweis könnte dabei helfen, den Täter zu fassen und weitere Straftaten zu verhindern.



