FBI schnappt mutmaßlichen Krypto-Dieb auf Karibikinsel
In einer spektakulären internationalen Operation haben amerikanische und französische Sicherheitsbehörden einen mutmaßlichen Krypto-Dieb auf der französischen Karibikinsel Saint-Martin festgenommen. John Daghita wird verdächtigt, bei einer Hacker-Attacke Kryptowährungen im Wert von 46 Millionen Dollar (etwa 39,8 Millionen Euro) vom U.S. Marshals Service gestohlen zu haben.
Luxusversteck mit Swimmingpool
Der mutmaßliche Täter hatte sich offenbar in einem luxuriösen Versteck auf der kleinen Insel Saint-Martin eingerichtet, in der Hoffnung, dort nicht entdeckt zu werden. Doch FBI-Agenten spürten ihn auf und arbeiteten dabei eng mit französischen Kollegen zusammen. Am Mittwochabend wurde Daghita von einer Eliteeinheit der französischen Gendarmerie in einer gemeinsamen Operation mit dem FBI festgenommen.
FBI-Direktor Kash Patel (46) verbreitete die Nachricht über soziale Medien und teilte dabei auch aussagekräftige Fotos der Festnahme. Diese zeigen den mutmaßlichen Krypto-Dieb, wie er in Handschellen und Badelatschen abgeführt wird – im Hintergrund ist deutlich ein Swimmingpool zu erkennen. Ein weiteres Foto der Strafverfolgungsbehörden dokumentiert einen beschlagnahmten Koffer voller Bargeldbündel mit 100-Dollar-Noten, umgeben von mehreren USB-Sticks und einem Reisepass.
Familienverbindungen zum US-Justizsystem
Besonders pikant an dem Fall sind die familiären Verbindungen des Festgenommenen. John Daghita ist der Sohn von Dean Daghita, dem Präsidenten des in Virginia ansässigen Unternehmens „Command Services & Support Inc.“. Dieses Unternehmen erbringt laut eigener Website wichtige Dienstleistungen für das Justizministerium und das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten.
Wie genau Daghita den Diebstahl der digitalen Vermögenswerte durchführte und an die Kryptowährungen gelangte, ist den Ermittlern bisher noch nicht vollständig klar. Der U.S. Marshals Service verwahrt unter anderem digitale Vermögenswerte auf, die von anderen US-Behörden konfisziert wurden.
Internationale Zusammenarbeit gefeiert
FBI-Direktor Patel erklärte, die Operation sei in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für schwere Kriminalität der französischen Gendarmerie National in Saint-Martin und der Interventionsgruppe der Gendarmerie National von Guadeloupe durchgeführt worden. In einer Stellungnahme auf X betonte Patel: „Das FBI wird weiterhin rund um die Uhr mit seinen internationalen Partnern zusammenarbeiten, um diejenigen aufzuspüren, festzunehmen und vor Gericht zu bringen, die versuchen, amerikanische Steuerzahler zu betrügen – egal, wo sie sich verstecken.“
Die Festnahme auf der Karibikinsel Saint-Martin unterstreicht die wachsende Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität und digitalen Finanzverbrechen. Die beschlagnahmten Beweismittel, darunter die USB-Sticks und das Bargeld, werden nun von den Ermittlern ausgewertet, um die genauen Umstände des mutmaßlichen Millionendiebstahls aufzuklären.



