Grausiger Fund in Rostocker Waldstück führt zu Festnahme
Die Polizei in Rostock hat nach dem schockierenden Fund einer Leiche in einem kleinen Waldgebiet eine vorläufige Festnahme vorgenommen. Ein 39-jähriger Deutscher wurde in der Nacht zu Montag in einer Wohnung festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Rostock am Montagvormittag bestätigte.
Gruseliger Fund am Samstagabend
Bereits am frühen Samstagabend gegen 17 Uhr hatte ein Mann in dem Wäldchen zwischen Satower Straße und Albert-Einstein-Straße einen entsetzlichen Fund gemacht. Der Mann wollte eigentlich Gartenabfälle auf einem selbst eingerichteten Komposthaufen entsorgen, als er plötzlich menschliche Beine und wenig später auch einen Kopf aus einem Sack ragen sah, der in einer gelben Wanne lag. Der entsetzte Zeuge wählte umgehend den Notruf.
Großangelegte Ermittlungen eingeleitet
Die Polizei sperrte den Fundort daraufhin weiträumig ab und leitete umfangreiche Ermittlungen ein. Die Berufsfeuerwehr kam zur Amtshilfe und leuchtete das Waldstück aus. Spezialisten der Spurensicherung, des Kriminaldauerdienstes und der Mordkommission rückten an und begannen mit der akribischen Dokumentation des Tatorts.
Die Ermittler kleideten sich in weiße Overalls, zogen Schutzmasken und Handschuhe über und fotografierten den Tatort ausführlich. Sie sicherten Beweise wie Fußspuren durch das Auslegen von gelben Zahlenkarten auf dem Boden. Besonders gründlich dokumentierten sie den in der Wanne abgelegten Leichnam.
Hochmoderne Technik kommt zum Einsatz
Im Anschluss an die erste Dokumentation setzten die Ermittler einen hochmodernen 3-D-Scanner ein. Mit dieser Technologie kann ein begehbares 3-D-Modell des Tatorts am Computer erzeugt werden, was die Ermittlungen erheblich unterstützt.
Identität des Opfers noch unklar
Oberstaatsanwalt Harald Nowack betonte, dass die Identität der getöteten Person bisher noch nicht geklärt werden konnte. „Im Verlauf des Tages soll in der Rechtsmedizin Rostock die Leichenschau stattfinden“, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Festnahme des 39-Jährigen erfolgte, um abzuprüfen, ob eine Beteiligung des Mannes an dem mutmaßlichen Tötungsdelikt vorliegt.
Unschuldsvermutung gilt
Die Staatsanwaltschaft Rostock verwies ausdrücklich auf die Unschuldsvermutung gegenüber dem festgenommenen Mann. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, und die Behörden bitten mögliche Zeugen, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0381-4916-1616 zu melden.
Der grausige Fund hat die Hansestadt Rostock in Aufregung versetzt, während die Ermittler weiterhin daran arbeiten, die genauen Umstände des Todes aufzuklären und mögliche Zusammenhänge zu ermitteln.



