Feuerdrama auf Rennstrecke Most: Fahrerlager evakuiert, Explosionen
Feuerdrama auf Rennstrecke Most: Fahrerlager evakuiert

Feuer-Alarm auf der Rennstrecke Most: Explosionen und Evakuierung

Am Donnerstagmorgen gegen 9:30 Uhr erschütterte ein Feuerdrama die traditionsreiche Rennstrecke in Most, Tschechien. Meterhohe Flammen und dichte Rauchwolken zogen über das Gelände und waren selbst aus weiter Ferne sichtbar. Die Vorbereitungen auf das fünfte Rennwochenende der Superbike-Weltmeisterschaft wurden jäh unterbrochen.

Schockmoment für Teams und Mechaniker

In den Boxen herrschte Alarmstimmung. Teams und Mechaniker waren gerade dabei, ihre Lastwagen auszuladen und Zelte aufzubauen, als plötzlich der Strom ausfiel und mehrere kleine Explosionen zu hören waren. Carsten Freudenberg (53), Teamchef des Freudenberg PALIGO Racing-Teams, schilderte die beängstigende Situation gegenüber BILD: „Plötzlich ging der Strom weg und man hörte mehrere kleine Explosionen. Wir sind dann aus unserem Lkw heraus, es stank nach verbranntem Plastik, und plötzlich haben wir es qualmen sehen. Die Rauchwolke war nur etwa 50 Meter von uns weg.“

Brandursache: Explodierter Trafo

Wie sich herausstellte, war ein Transformator explodiert und in Flammen aufgegangen. Das Freudenberg-Team aus Bischofswerda bereitete sich gerade auf den Wildcard-Einsatz ihres tschechischen Piloten Stepan Zuda (20) vor. An Rennbetrieb war in diesem Moment nicht zu denken. Aufgrund des Windes, der die giftigen Gase in Richtung der Teams blies, mussten alle Teams ihre Fahrzeuge und Zelte verlassen und wurden evakuiert.

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Feuerwehr im Einsatz

Die Feuerwehr rückte mit einem Speziallöschwagen an und begann sofort mit den Löscharbeiten. Währenddessen bangten die Anwesenden um ihr Equipment. Freudenberg: „Es war beängstigend. Für den Moment dachten wir: Wie schnell könnte das Feuer von Lkw zu Lkw übergreifen?“

Brand gelöscht – Glück im Unglück

Knapp eine Stunde benötigte die Feuerwehr, um den Brand zu löschen. Das Trafohaus brannte komplett aus. Glücklicherweise wurde nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt. Nach der Rückkehr ins Fahrerlager stand zwar bis in den frühen Nachmittag kein Strom zur Verfügung, doch der Vorfall ging glimpflich aus. Freudenberg zeigte sich erleichtert: „Durch die Verzögerung haben wir wohl einen längeren Arbeitstag, aber wenn alles nach Plan läuft, dürften die Trainings am Freitag planmäßig starten.“

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