Mit vier Promille zum Bewerbungsgespräch: Frau aus Raguhn-Jeßnitz im Berufungsprozess verurteilt
Das Landgericht Dessau hat am Mittwoch eine 45-jährige Frau aus Raguhn-Jeßnitz wegen Fahrens unter starkem Alkoholeinfluss schuldig gesprochen. Die Angeklagte war mit etwa vier Promille Alkohol im Blut zu einem Vorstellungsgespräch gefahren, was zu einem aufsehenerregenden Prozess führte.
Details zum Vorfall und zum Gerichtsverfahren
Der Fall erregte bundesweit Aufmerksamkeit, da die Frau trotz ihres extrem hohen Alkoholpegels hinter dem Steuer saß. Im ursprünglichen Verfahren war die Angeklagte freigesprochen worden, doch die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein. Im zweiten Anlauf sprach das Landgericht Dessau die 45-Jährige nun schuldig und verhängte eine deutliche Strafe.
Die verhängten Sanktionen umfassen:
- Eine Geldstrafe in noch nicht näher bezifferter Höhe
- Ein sechsmonatiges Fahrverbot
Die Richter betonten in ihrer Urteilsbegründung die besondere Gefährlichkeit der Tat. Mit etwa vier Promille Alkohol im Blut sei die Fahrtauglichkeit massiv beeinträchtigt gewesen, was ein erhebliches Risiko für andere Verkehrsteilnehmer dargestellt habe.
Hintergründe und Reaktionen
Der Vorfall ereignete sich in Sandersdorf bei Dessau, wo die Frau zu ihrem Bewerbungsgespräch unterwegs war. Wie es zu dem extremen Alkoholkonsum kam, wurde während des Prozesses nicht vollständig geklärt. Die Verteidigung hatte argumentiert, dass ihre Mandantin unter persönlichen Problemen leide, doch das Gericht ließ dies nicht als Entschuldigungsgrund gelten.
Verkehrsexperten weisen darauf hin, dass bereits ab 0,5 Promille die Fahrtauglichkeit deutlich eingeschränkt ist. Bei vier Promille handelt es sich um einen Wert, der lebensbedrohliche Auswirkungen haben kann.
Das Urteil wird als wichtiges Signal für die Ahndung von Alkohol am Steuer gewertet. Es unterstreicht die Null-Toleranz-Politik der Justiz bei solch extremen Vergehen im Straßenverkehr.



