Bayern-Star sorgt für Aufregung bei Frankreichs Testspiel-Sieg
Die Länderspielreise des französischen Nationalteams begann mit einem spektakulären Zwischenfall: Bayern-München-Verteidiger Dayot Upamecano (27) sah im Testspiel gegen Brasilien am Donnerstag die Rote Karte. Trotz dieser personellen Unterzahl setzte sich die französische Mannschaft mit 2:1 gegen die brasilianische "Seleção" durch und bereitet sich damit auf die anstehenden Herausforderungen vor.
Die entscheidende Szene in der 52. Minute
Beim Stand von 1:0 für Frankreich brachte Upamecano seinen brasilianischen Gegenspieler Wesley in einem Laufduell als letzter Mann zu Fall. Nach einer Überprüfung durch den Videobeweis zeigte Schiedsrichter Anthony Taylor die Rote Karte. Für den Bayern-Star bedeutet dies eine Sperre für das zweite Testspiel der Franzosen gegen Kolumbien, was ihm jedoch ermöglicht, sich für die entscheidende Phase der Bundesliga-Saison zu schonen.
Die französische Mannschaft zeigte sich auch in Unterzahl überlegen. Kylian Mbappé brachte die "Équipe Tricolore" bereits in der 32. Minute in Führung, während Hugo Ekitiké in der 65. Minute nach dem Seitenwechsel auf 2:0 erhöhte. Brasilien, das ohne den nicht nominierten Superstar Neymar antreten musste, kam durch Bremer zwölf Minuten vor Spielende lediglich noch zum Anschlussstreffer.
WM-Qualifikation: Entscheidende Play-off-Finals in Europa
Parallel zu den Testspielen wurden am Donnerstag wichtige Weichen für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada gestellt. In den europäischen Play-offs stehen nun alle Endspiele fest, die über die letzten WM-Teilnehmer entscheiden werden.
Bundesliga-Stars im Fokus
Bosnien-Herzegowina erreichte mit starker Unterstützung aus der deutschen Bundesliga das entscheidende Play-off-Finale. St. Pauli-Torwart Vasilj wurde im Elfmeterschießen zum Helden, während Schalke-Stürmer Edin Dzeko kurz vor Ende der regulären Spielzeit in der 86. Minute den wichtigen Ausgleichstreffer erzielte. Im Finale trifft Bosnien-Herzegowina auf Italien, das sich souverän mit 2:0 gegen Nordirland durchsetzte.
Polen zitterte sich trotz eines Patzers von Torwart Bednarek mit einem 2:1-Sieg über Albanien ins Play-off-Finale gegen Schweden. Robert Lewandowski sorgte dabei in der 63. Minute für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Während sich die Türkei mit einem knappen 1:0 gegen Rumänien zum Weiterkommen kämpfte, hält der Kosovo nach einem spektakulären 4:3-Sieg gegen die Slowakei die Hoffnung auf die erste WM-Teilnahme der Nationengeschichte am Leben - beide Teams treffen nun im Finale aufeinander.
Im letzten europäischen Qualifikations-Duell trifft Tschechien, das sich im Elfmeterschießen mit 4:3 gegen Irland durchsetzte, auf Dänemark, das Nordmazedonien mit einem klaren 4:0 besiegte.
Interkontinentale Play-offs: Bolivien und Jamaika nähern sich der WM
Auch außerhalb Europas wurden wichtige Entscheidungen getroffen. In den interkontinentalen Play-offs setzte sich Bolivien mit 2:1 gegen Surinam durch, das auf Mainz-Star Sheraldo Becker verzichten musste. Jamaika gewann überraschend knapp mit 1:0 gegen Neukaledonien. Beide Nationen stehen damit nur noch einen Sieg von der Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 entfernt.
Bolivien trifft in der Nacht zu Mittwoch auf den Irak, während Jamaika auf die Demokratische Republik Kongo trifft. Seit dem deutschen Titelgewinn im Jahr 1974 wartet das zentralafrikanische Land auf seine nächste WM-Teilnahme, was dem bevorstehenden Duell zusätzliche Dramatik verleiht.
Auswirkungen auf die Vereine
Die Ergebnisse der WM-Qualifikation haben direkte Auswirkungen auf die europäischen Vereinsmannschaften. Spieler wie Dayot Upamecano müssen nun nicht nur die physischen Belastungen der Länderspiele verarbeiten, sondern auch mit möglichen Sperren und Verletzungsrisiken umgehen. Für Bayern München bedeutet die Rote Karte ihres Verteidigers zwar eine kurzfristige Entlastung für die Bundesliga, gleichzeitig fehlt dem Spieler jedoch wichtige Spielpraxis in der Nationalmannschaft.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich diese internationalen Entwicklungen auf die Form der Spieler in ihren Vereinsmannschaften auswirken und welche Nationen sich schließlich für das prestigeträchtige Turnier in Nordamerika qualifizieren werden.



