Geburtstagsbrief geöffnet: Seniorin in Templin zeigt Post-Manipulation an
Geburtstagsbrief geöffnet: Seniorin zeigt Post-Manipulation an

Geburtstagsbrief geöffnet: Seniorin in Templin zeigt Post-Manipulation an

Eine 67-jährige Seniorin aus Templin hat ihren Geburtstag durch einen verstörenden Vorfall getrübt erlebt. Statt unversehrter Glückwünsche fand sie einen fein säuberlich geöffneten Brief in ihrem Postkasten vor. Die Frau, die aus beruflichen Gründen anonym bleiben möchte, berichtet von einer Serie ähnlicher Vorfälle in den letzten drei Jahren.

Systematische Post-Manipulation in der Südstadt

Maria K., wie die Seniorin in diesem Bericht genannt wird, zog vor drei Jahren in ein Mehrfamilienhaus in der Templiner Südstadt. Seither häufen sich bei ihr die Vorfälle von manipulierter Post. Neben dem jetzt bekannt gewordenen Geburtstagsbrief wurden bereits zwei Pakete auf der Unterseite aufgeschnitten und mit durchsichtigem Klebeband wieder verschlossen bei ihr abgegeben. Mindestens zwei Briefe von Geschwistern erreichten sie nie.

„Ich habe an dem Tag zufällig unsere Postbotin getroffen und ihr den geöffneten Brief gezeigt“, erzählt die Seniorin. „Sie versicherte mir, dass sie diesen Brief definitiv nicht zugestellt hatte.“ Dies lässt nur den Schluss zu, dass eine dritte Person den bereits geöffneten Brief in ihren Kasten geworfen haben muss – möglicherweise nachdem sie ihn zuvor „herausgeangelt“ hatte.

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Erfahrung als ehemalige Zustellerin

Besonders beunruhigend findet Maria K. die Häufung der Vorfälle. Als ehemalige Postzustellerin, die bis zu ihrem Renteneintritt selbst in diesem Beruf gearbeitet hat, weiß sie zwar, dass gelegentlich Post verloren gehen kann. Fünf Fälle in drei Jahren übersteigen jedoch deutlich das Maß des Zufälligen. „An meinem vorherigen Wohnort ist das noch nie vorgekommen“, betont sie.

Die Seniorin vermutet, dass die Täter möglicherweise nach Geldgeschenken suchen. Aus diesem Grund hat sie ihre Verwandten bereits angewiesen, ihr keinerlei Bargeld per Post zu schicken. Auch wertvolle Sendungen lässt sie sich nicht mehr per Paket zustellen.

Polizeiliche Anzeige als Zeichen gegen Post-Manipulation

Obwohl ihr bislang kein finanzieller oder materieller Schaden entstanden ist, hat sich Maria K. entschlossen, den jüngsten Vorfall bei der Polizei anzuzeigen. Für sie stellt die Post-Manipulation nicht nur einen Verstoß gegen das Brief- und Postgeheimnis dar, sondern auch einen schwerwiegenden Eingriff in ihr Persönlichkeitsrecht.

„Ich möchte ein Zeichen setzen für andere, die vielleicht ebenfalls von solchen Vorfällen betroffen sind“, erklärt die Seniorin ihre Motivation, die Geschichte öffentlich zu machen. „Und ich möchte sagen: Leute, passt auf!“ Ihre Erfahrungen zeigen, dass selbst scheinbar harmlose Geburtstagsgrüße zum Ziel krimineller Energie werden können.

Die Polizei ermittelt nun in dem Fall, während Maria K. weiterhin mit mulmigem Gefühl ihren Briefkasten kontrolliert. Ihr Appell richtet sich an alle Bürger, wachsam zu bleiben und verdächtige Vorfälle nicht hinzunehmen.

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