Gedenkveranstaltungen in Leuna und Zöschen gegen das Vergessen
Gedenken an Zwangsarbeiter in Leuna und Zöschen

Am Sonntag, dem 10. Mai, versammelten sich Bürgerinnen und Bürger in Leuna und Zöschen, um der Opfer der ehemaligen Arbeitserziehungs- und Fremdarbeitslager zu gedenken. Die Veranstaltungen fanden anlässlich des Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus statt und standen unter dem Motto „Gegen das Vergessen“.

Einweihung von Hinweistafeln in Leuna-Daspig

Am Vormittag wurden am Gedenkort Friedhof Keckermühle in Leuna-Daspig zwei neue Hinweistafeln feierlich enthüllt. Diese Tafeln informieren über die Geschichte des Lagers und erinnern an das Leid der Zwangsarbeiter und Lageropfer. Anschließend legten die Teilnehmer Kränze und Blumen nieder, um ihre Ehrerbietung zu zeigen. Die Tafeln sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für die historischen Ereignisse wachzuhalten und zukünftige Generationen zu mahnen.

Gottesdienst und Schweigemarsch in Zöschen

Am Nachmittag setzte sich das Gedenken in Zöschen fort. In der Kirche St. Wenzel fand ein Ökumenischer Gottesdienst statt, der von Vertretern verschiedener christlicher Konfessionen gestaltet wurde. Die Gläubigen beteten für die Seelen der Verstorbenen und gedachten der Opfer in stiller Andacht. Im Anschluss daran formierte sich ein Schweigemarsch, der vom Kirchengelände zum Ehrenfriedhof in der Aue führte. Die Teilnehmer zogen schweigend durch die Straßen, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

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Bürgerengagement gegen das Vergessen

Die Organisatoren betonten die Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements für die Erinnerungskultur. „Es ist unsere Pflicht, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und aus der Geschichte zu lernen“, sagte ein Sprecher der Initiative. Die Veranstaltungen in Leuna und Zöschen sind Teil einer Reihe von Gedenkaktivitäten in der Region, die darauf abzielen, die historischen Verbrechen des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Teilnahme vieler Bürger, darunter auch Jugendliche, zeigt, dass das Interesse an der Aufarbeitung der Geschichte ungebrochen ist.

Die neuen Hinweistafeln am Friedhof Keckermühle sind ein dauerhaftes Mahnmal. Sie ergänzen die bestehenden Gedenkstätten und bieten Besuchern die Möglichkeit, sich über die Geschehnisse vor Ort zu informieren. Die Stadt Leuna und die Gemeinde Zöschen unterstützen diese Initiativen und tragen so zur Bewahrung der historischen Wahrheit bei.

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