Gedenkfeier für Margot Friedländer auf Jüdischem Friedhof
Gedenkfeier für Margot Friedländer

Bei einer bewegenden Gedenkveranstaltung in Berlin ist am Samstag des ersten Todestages der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer gedacht worden. Die Berliner Ehrenbürgerin war am 9. Mai 2025 im Alter von 103 Jahren gestorben. Auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee, wo Friedländer ihre letzte Ruhestätte fand, versammelten sich zahlreiche Trauergäste, um ihrer zu gedenken.

Wegner würdigt Friedländers Vermächtnis

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hielt eine emotionale Rede. „Vor einem Jahr mussten wir uns verabschieden. Wir sind immer noch in Trauer. Margot Friedländer fehlt“, sagte Wegner. Er bezeichnete sie als „ganz besondere Persönlichkeit, eine einzigartige Person“. Sie habe eine leise Stimme gehabt, doch ihre Botschaft sei laut gewesen. „Ihr Lebensmut, ihre Zuversicht, war einzigartig“, so der Regierende Bürgermeister.

Prominente Trauergäste

Unter den Teilnehmern der Gedenkfeier befanden sich bekannte Persönlichkeiten wie Schauspielerin Iris Berben, der ehemalige Profi-Fußballer Arne Friedrich und die frühere Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Sie alle erwiesen der Verstorbenen die letzte Ehre.

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Platz nach Friedländer benannt

Erst am Donnerstag zuvor war der Platz vor dem Berliner Abgeordnetenhaus nach Margot Friedländer benannt worden. Wegner bezeichnete dies als den „genau richtigen Ort“ – „in der Herzkammer der Demokratie“. Friedländer, die aus einer jüdischen Familie in Berlin stammte, wurde von den Nationalsozialisten ins Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt. Nach der Befreiung 1945 emigrierte sie mit ihrem Mann in die USA. Erst im Alter von 88 Jahren kehrte sie in die deutsche Hauptstadt zurück, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.

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