Geladene Waffe und Beute im Mercedes: Polizei stoppt Trio mit Schmuck und Bargeld
In einer spektakulären Nachtaktion haben Zivilfahnder in der Galeriestraße einen Mercedes GLC kontrolliert und dabei auf höchst verdächtige Funde gestoßen. Die Beamten entdeckten nicht nur eine Tasche voller wertvoller Gegenstände, sondern auch eine geladene Pistole unter dem Beifahrersitz. Die drei Insassen des Fahrzeugs, allesamt der Polizei bereits bekannt, verweigerten jegliche Aussage.
Mysteriöse Tasche mit Gold, Schmuck und Luxusuhren
Als die Polizisten am Sonntag, dem 22. Februar, gegen die Scheibe des Mercedes klopften, wurde mindestens einer der drei Männer sichtlich nervös. Er versuchte überrascht, eine Tasche zu bedecken, die gerade im Innenraum herumgereicht wurde. Ein Blick in das Behältnis offenbarte dann den außergewöhnlichen Inhalt: Gold, Schmuck, Broschen, ein tibetisches Medaillon, eine mit seltenen Steinen besetzte Schmuckspinne und zahlreiche Luxusuhren, darunter Modelle von Cartier.
Insgesamt beschlagnahmten die Beamten etwa 80 solcher Gegenstände. Bei vielen Objekten ist noch unklar, ob es sich um echte Wertgegenstände oder Fälschungen handelt. Wären die Cartier-Uhren echt, könnte jede einen Marktwert von bis zu 5.000 Euro haben. Zusätzlich fanden die Ermittler mehrere Tausend Euro Bargeld bei dem Trio.
Schussbereite Waffe und verdächtiges Zubehör
Nachdem die Männer ausgestiegen waren, entdeckten die Polizisten unter dem Beifahrersitz eine geladene Pistole vom Typ „Made in Croatia“, eine 9x19 Halbautomatik. Die Waffe war mit vollem Magazin ausgestattet und hätte mit einem weiteren Handgriff schussbereit sein können. Zusätzlich fanden die Beamten Masken, Handfesseln, Handschellen sowie Handschuhe im Fahrzeug. Keiner der drei Insassen konnte einen Waffenschein vorzeigen.
Polizei tappt im Dunkeln – Trio mit krimineller Vergangenheit
Die Herkunft der Wertsachen gibt den Ermittlern Rätsel auf. Bei Hausdurchsuchungen bei zwei der drei Männer wurden insgesamt mehr als 20.000 Euro sichergestellt. Die Männer äußerten sich nicht dazu, woher der Schmuck und das Bargeld stammen. Nur der Älteste der drei, ein 32-Jähriger, gab an, mit alldem eigentlich nichts zu tun zu haben.
Das Trio ist der Polizei bestens bekannt: Zusammen haben sie rund 110 Akteneinträge, unter anderem wegen Körperverletzung, Raub und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Der jüngste der drei, ein 20-Jähriger, fiel mit 50 Einträgen am häufigsten auf und hat bereits eine Haftstrafe verbüßt.
Bislang konnten die etwa 80 beschlagnahmten Objekte noch keinem konkreten Einbruch zugeordnet werden. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Das seltsame Trio wurde nach einer Anzeige wegen Waffenbesitzes ohne Erlaubnis zunächst wieder freigelassen. Die Polizei sucht nun dringend nach Hinweisen zur Herkunft der mysteriösen Wertsachen.



