International gesuchter Geldautomaten-Knacker in NRW erneut festgenommen
Ein mutmaßlicher Serientäter, der für etwa 50 Geldautomaten-Sprengungen verantwortlich sein soll, ist im Siegerland gefasst worden. Der 50-Jährige war mit einem internationalen Haftbefehl gesucht worden, nachdem er bereits 2023 festgenommen, aber vor einem geplanten Strafprozess im Sommer 2024 geflüchtet war. Dies teilte die Polizei im Hochsauerlandkreis mit.
Erheblicher Schaden durch zahlreiche Taten
Der Beschuldigte steht im dringenden Verdacht, in rund 50 Fällen Geldautomaten in Sparkassen und Volksbanken im Hochsauerlandkreis sowie weiteren Regionen innerhalb und außerhalb Nordrhein-Westfalens geknackt zu haben. «Der dabei entstandene Gesamtschaden ist erheblich», betonte die Polizei in ihrer Mitteilung. Die Ermittlungen deuten auf ein systematisches Vorgehen des mutmaßlichen Täters hin.
Schon einmal gefasst, dann geflüchtet
Laut einem Polizeisprecher war der Tatverdächtige bereits im April 2023 auf frischer Tat ertappt und festgenommen worden. Ein Untersuchungshaftbefehl wurde jedoch später außer Vollzug gesetzt. Diese Gelegenheit nutzte der Mann, um sich vor einer für Mitte 2024 geplanten Hauptverhandlung in die Türkei abzusetzen. «Das Landgericht Arnsberg reagierte darauf mit dem Erlass eines internationalen Haftbefehls», erklärte die Polizei.
Erneute Festnahme nach Fahndungsmaßnahmen
Bei den Ermittlern gingen zum Jahreswechsel Hinweise ein, dass sich der Gesuchte wieder in Deutschland aufhalten könnte. Intensive Fahndungsmaßnahmen führten schließlich zur Festnahme des 50-Jährigen in Neunkirchen im Kreis Siegen-Wittgenstein – bereits am 4. Februar. Diesmal wurde Haft «zur Sicherung der Hauptverhandlung» angeordnet, um eine erneute Flucht zu verhindern. Die Polizei betont, dass die Zusammenarbeit verschiedener Behörden entscheidend für den Erfolg der Operation war.
Die Ermittlungen zu den etwa 50 Geldautomaten-Sprengungen laufen weiter, wobei die Polizei von einem organisierten Vorgehen ausgeht. Der nun festgenommene Mann muss sich in Kürze vor Gericht verantworten, wobei die Anklage auf schweren Bandendiebstahl und Sachbeschädigung lauten dürfte. Die Behörden zeigen sich erleichtert über die erneute Festnahme, betonen aber gleichzeitig die Notwendigkeit verstärkter Sicherheitsmaßnahmen an Geldautomaten.



