Geocacher räumen in Schwerin auf: Gemeinschaftsaktion im Mueßer Holz
Geocacher räumen in Schwerin auf: Gemeinschaftsaktion

Die Sonne strahlt auf die Häuser von Mueßer Holz und lockt sowohl die Natur als auch die Bewohner ins Freie. An diesem Samstagmorgen erwacht der Stadtteil zu neuem Leben. „Unser Anspruch“, sagt Organisator Pascal Zesewitz. Vor dem Skatepark in der Ziolkowskistraße herrscht reges Treiben – nicht wegen einer Skate-Session, sondern weil sich eine bunte Gruppe Freiwilliger versammelt, um ihrem Viertel einen Frühjahrsputz zu verpassen.

Geocacher-Aktion mobilisiert 20 Helfer

Bewaffnet mit Müllgreifern und Handschuhen, bereitgestellt vom Bauhof, machen sich Jung und Alt daran, das Viertel von unliebsamem Abfall zu befreien. Dabei pflegen sie nicht nur die Grünflächen, sondern knüpfen auch neue Freundschaften. Jens Sauer, ein Zugezogener aus Sachsen, und der passionierte Geocacher Pascal Zesewitz organisieren die „Cache In Trash Out“ (CITO)-Aktion. Etwa 20 engagierte Teilnehmer, darunter auch Besucher aus anderen Stadtteilen, folgen dem Aufruf. Sie staunen über den Zustand der Ziolkowskistraße, wo über den Winter hinweg allerlei Müll liegen geblieben ist und bis in den angrenzenden Wald reicht.

Familien packen mit an

Unter den Helfern ist auch Manka Heuer, die gemeinsam mit ihren Kindern Laura und Luca voller Tatendrang anpackt. „Wir wohnen hier und wollen als Vorbilder zeigen, wie man anpackt“, sagt Manka Heuer. Ihre Kinder befördern flink Müll mit den Greifern in die bereitgestellten Säcke. Plastiktüten, Zigarettenschachteln und kuriose Fundstücke landen in den roten und schwarzen Säcken.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Bürger sammeln Müll auf dem Dreesch

„Auf die Idee, hier in Schwerin auf dem Dreesch den Müll einzusammeln, kann man durchaus von alleine kommen“, sagt Pascal Zesewitz mit einem Augenzwinkern. Als regelmäßiger Radfahrer in der Gegend weiß er, dass der Handlungsbedarf offensichtlich ist. Oksana Bilotkach, die vor vier Jahren aus der Ukraine kam, ist ebenfalls dabei. „Ich lebe hier und bin selbstverständlich dabei“, sagt sie auf Deutsch. Die Aktion sei ein guter Weg, ihren Stadtteil zu unterstützen und die Gemeinschaft zu integrieren.

Gemeinsamer Einsatz stärkt Nachbarschaft

Nach einer Stunde intensiven Aufräumens belohnen sich die Teilnehmer mit einer Abschlussrunde. Bei belegten Brötchen und Getränken reflektieren sie über den Vormittag. „Ein Vormittag, der sich gelohnt hat“, sagt Dirk Pittermann, als er seinen vollen Müllsack zur Sammelstelle bringt. Alle sehen die Aktion als Gewinn für die Gemeinschaft. Die Hoffnung bleibt, dass sich künftig noch mehr Bewohner von Mueßer Holz anschließen. Denn solche Aktionen bieten das gute Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben, und die Möglichkeit, tolle Menschen kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration