Gewaltserie in Wismar: Polizist bei Festnahme schwer verletzt
In der Wismarer Innenstadt hat ein Mann am Dienstagmorgen eine Serie gewalttätiger Übergriffe verübt, die zu einem größeren Polizeieinsatz führten. Bei der Festnahme des Tatverdächtigen erlitt ein Polizeibeamter schwere Kopfverletzungen und musste in ein Schweriner Krankenhaus eingeliefert werden.
Chronologie der gewalttätigen Vorfälle
Laut Polizeiangaben begann die Gewaltserie, als sich eine Frau meldete und berichtete, dass ein Mann sie vom Fahrrad gestoßen habe. Ein Zeuge, der der Frau zu Hilfe eilte, wurde vom Tatverdächtigen getreten und ebenfalls am Kopf verletzt. Der Mann flüchtete daraufhin mit dem Fahrrad.
Kurz darauf griff der 20-Jährige eine weitere Frau an, stieß sie von ihrem E-Roller und entfernte sich mit dem Fahrzeug. Eine dritte Frau gab an, im Anschluss sexuell attackiert worden zu sein. Die Polizei konnte den Verdächtigen schließlich in einem Gebäude stellen, wo er heftigen Widerstand leistete.
Starker Widerstand und Verletzungen
„Dabei leistete er starken Widerstand, trat und bespuckte die Beamten“, teilte die Polizei mit. Ein Polizist erlitt dabei erhebliche Kopfverletzungen und wird stationär behandelt. Die anderen Geschädigten wurden vor Ort medizinisch versorgt. Der Tatverdächtige war bereits polizeilich bekannt und wies bei einem ersten Atemalkoholtest einen Wert von 0,7 Promille auf. Nach eigenen Angaben hatte er zudem verschiedene Drogen konsumiert.
Reaktionen aus der Politik
Der Schweriner Innenminister Christian Pegel (SPD) zeigte sich erschüttert von den Vorfällen und wünschte dem verletzten Beamten eine vollständige Genesung. „Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten sind Angriffe auf die Grundpfeiler unseres Rechtsstaats. Wir werden alles daransetzen, die Hintergründe vollständig aufzuklären und den Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen“, betonte Pegel in einer Stellungnahme.
Die Ermittlungen zu den genauen Umständen der Gewalttaten und den möglichen Motiven des Täters laufen derzeit auf Hochtouren. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden, um weitere Details zu klären.



