Goldketten-Diebstahl im Burgenlandkreis: Trickbetrüger nutzen Umarmungen gegen Seniorinnen
Die Polizei im Burgenlandkreis warnt eindringlich vor einer Serie von Trickbetrügereien, bei denen gezielt Seniorinnen um ihre wertvollen Goldketten gebracht werden. In den vergangenen Tagen wurden zwei Fälle in Lützen und Weißenfels gemeldet, bei denen die Täter mit einer perfiden Masche arbeiteten.
Vorfall in Lützen: Umarmung als Ablenkungsmanöver
In Lützen wurde einer 82-jährigen Seniorin auf hinterhältige Weise die Goldkette gestohlen. Laut Polizeibericht näherte sich der Frau eine etwa 30 Jahre alte Täterin, die zunächst scheinbar hilfesuchend von ihrer angeblich im Krankenhaus liegenden Mutter erzählte. Ohne Vorwarnung umarmte die offensichtlich ausländische Frau dann die Seniorin und stieg anschließend als Beifahrerin in ein graues Fahrzeug. Erst später bemerkte die Rentnerin, dass ihre wertvolle Halskette fehlte.
Weiterer Fall in Weißenfels: Falsche Dankbarkeit als Täuschung
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Weißenfels in der Burgwerbener Straße. Hier näherte sich einer 85-jährigen Fußgängerin ein grauer Pkw, aus dem eine Frau ausstieg. Diese fragte die Seniorin in gebrochenem Deutsch nach dem Weg zum Krankenhaus. Als Dank für die Wegbeschreibung drückte die Unbekannte die ältere Dame mehrfach und überreichte ihr scheinbar großzügig eine minderwertige Kette als Geschenk. Im Gegenzug entwendete sie jedoch die wesentlich wertvollere Goldkette der Seniorin.
Polizei warnt vor dem sogenannten Kettentrick
Die Ermittlungsbehörden weisen darauf hin, dass es sich bei dieser Vorgehensweise um den bekannten Kettentrick handelt. Dabei sprechen die Täter gezielt ältere Menschen an, die sichtbaren Goldschmuck tragen. Durch emotionale Geschichten oder scheinbare Hilfsbedürftigkeit gewinnen sie das Vertrauen ihrer Opfer, um dann bei Umarmungen oder anderen Körperkontakten unbemerkt den Schmuck zu entwenden.
Die Polizei rät insbesondere Senioren zur Vorsicht:
- Vermeiden Sie Körperkontakt mit unbekannten Personen
- Seien Sie misstrauisch bei ungewöhnlichen Ansprachen oder Hilfsersuchen
- Tragen Sie wertvollen Schmuck möglichst unauffällig oder lassen Sie ihn zu Hause
- Melden Sie verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizei
Die Ermittlungen zu beiden Vorfällen laufen derzeit auf Hochtouren. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise, insbesondere zu den beschriebenen grauen Fahrzeugen und den weiblichen Täterinnen. In beiden Fällen handelte es sich laut Beschreibungen um etwa 30-jährige Frauen mit ausländischem Erscheinungsbild.



