800.000 Euro Goldraub in München: Seniorin um fünf Kilo Gold betrogen
Goldraub in München: 800.000 Euro Schaden

München – Ein dreister Trickbetrug hat eine Seniorin aus dem Münchner Stadtteil Harlaching um ihr Vermögen gebracht. Die über 70 Jahre alte Frau wurde am Dienstagabend Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Ein unbekannter Täter gab sich am Telefon als Polizist aus und behauptete, die Tochter der Rentnerin habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Kind ums Leben gekommen sei. Um eine Untersuchungshaft für die Tochter abzuwenden, müsse die Mutter umgehend eine Kaution in sechsstelliger Höhe hinterlegen.

Goldbarren und -münzen als Kaution übergeben

Die Seniorin verfügte in ihrer Wohnung über Goldbarren und Goldmünzen im Gesamtwert von rund 800.000 Euro. Das entspricht einem Gewicht von etwa fünf Kilogramm. Diesen Goldschatz übergab sie wenig später einem Mann, der wie vereinbart an ihrer Wohnung erschien, um die angebliche Kaution abzuholen. Erst nach 22 Uhr gelang es der Frau, ihre Tochter telefonisch zu erreichen. Dabei stellte sich heraus, dass es keinen Unfall gab und die Tochter in Sicherheit war. Daraufhin informierte die Rentnerin die Polizei – doch der Abholer war mit dem Gold bereits verschwunden.

Polizei sucht Zeugen und gibt Täterbeschreibung heraus

Das Kommissariat 61 des Polizeipräsidiums München hat die Ermittlungen übernommen. Der Täter wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 30 Jahre alt, circa 1,80 Meter groß, schlanke Statur, kurze schwarze Haare, ovales Gesicht. Bekleidet war er mit einer Jeans und einem schwarzen T-Shirt. Die Polizei bittet um Mithilfe: Wer hat im Zeitraum zwischen 19 und 22 Uhr im Bereich Mangfallplatz, Eschenstraße, Am Rosengarten und Rotbuchenstraße in Harlaching verdächtige Beobachtungen gemacht? Hinweise nimmt das Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, unter der Telefonnummer 089 2910-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Die Ermittler warnen erneut vor der Masche des Schockanrufs und raten, bei solchen Anrufen sofort misstrauisch zu sein und im Zweifel die Polizei über den Notruf zu verständigen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram