Nach einem Großeinsatz der Polizei im rheinland-pfälzischen Sinzig sind die Hintergründe weiter unklar. Ein unbekannter Täter überfiel am Freitagmorgen einen Geldboten und konnte unerkannt entkommen. Die Polizei fahndet nach dem Mann, der einen weißen Overall trug, ähnlich der Kleidung von Imkern. Ob es weitere Täter gibt, ist noch nicht geklärt.
Ablauf der Tat
Gegen 9 Uhr hatte der Täter den Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens vor einer Volksbank-Filiale abgepasst. Er entriss ihm einen Behälter mit Bargeld, dessen Höhe nicht genannt wurde. Anschließend schloss er zwei Personen in einem separaten Raum der Bank ein. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, darunter ein Spezialeinsatzkommando, und sperrte das Gebäude weiträumig ab. Zunächst wurde eine Geiselnahme vermutet, doch die Einsatzkräfte drangen erst nach Stunden in die Bank ein. Sie befreiten die beiden unverletzten Personen, fanden jedoch keine Verdächtigen mehr vor.
Ermittlungen und offene Fragen
Ein Polizeisprecher erklärte, dass man keinerlei Kontakt mit Tätern gehabt habe. Der Einsatz wurde durch einen automatisierten Notruf ausgelöst. Ob bei der Tat Waffen eingesetzt wurden, ist unklar. Die Polizei geht von mindestens einem Täter aus, der Beute gemacht hat. Ob die Tat weiterhin als Geiselnahme eingestuft wird, muss noch geprüft werden. Die Bankfiliale blieb am Samstag geschlossen, lediglich der SB-Bereich war zugänglich.
Sinzig liegt im Kreis Ahrweiler, etwa 35 Kilometer nordwestlich von Koblenz und 25 Kilometer südlich von Bonn. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zur Identität des Täters.



