Schwerer Unfall in Dortmund: Güterzug rammt Auto am Bahnübergang
In der Nacht zum Samstag kam es im Hafengebiet von Dortmund zu einem dramatischen Verkehrsunfall, bei dem ein Güterzug einen Pkw rammte und rund 20 Meter weit mitschleifte. Die beiden Insassen des Autos, ein 76-jähriger Fahrer und seine 64-jährige Beifahrerin, hatten nach Angaben der Einsatzkräfte unglaubliches Glück und erlitten nur leichte Verletzungen.
Feuerwehr befreit Senioren aus stark verformtem Fahrzeug
Gegen 2 Uhr morgens fuhr der Opel auf den Bahnübergang in der Schäferstraße, als sich ein Güterzug näherte. Laut Polizei übersah der Senior die blinkenden Rotlichter der Sicherungsanlage. Der Lokführer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und kollidierte mit dem Auto. Die Feuerwehr musste mit technischem Gerät die Türen des stark verformten Fahrzeugs öffnen, um die Insassen zu befreien. Beide wurden zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
Lokführer erhält psychologische Betreuung
Der Lokführer des Güterzugs wurde nach dem Vorfall von einem Kriseninterventionsteam psychologisch betreut. Die Schäferstraße war vorübergehend gesperrt, was zu Verkehrsbehinderungen führte. Augenzeugen berichten, dass der Bahnübergang nur mit Blinklichtern und einem Andreaskreuz gesichert ist und keine Schranken besitzt. Die Feuerwehr gab Entwarnung: Der Güterzug hatte kein Gefahrgut geladen.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Die Polizei untersucht nun, warum der 76-jährige Fahrer die Warnsignale übersah. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass er das blinkende Rotlicht missachtete. Der Unfall unterstreicht die potenziellen Risiken an Bahnübergängen ohne Schranken und die Bedeutung aufmerksamen Fahrens, insbesondere bei älteren Verkehrsteilnehmern.



