Vandalismus-Welle in Hannover: 200 Autos zerkratzt – Ex-Minister Jüttner betroffen
Hannover: 200 Autos zerkratzt – Ex-Minister Jüttner betroffen

Vandalismus-Welle erschüttert Hannover: 200 Autos systematisch zerkratzt

Seit drei Wochen ziehen unbekannte Täter nachts durch die Straßen der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Die Polizei geht inzwischen von mindestens 200 Fahrzeugen aus, die durch tiefe und lange Kratzer beschädigt wurden. Besonders betroffen ist der ehemalige Umweltminister Wolfgang Jüttner (77, SPD), dessen nagelneuer E-Mini ebenfalls zum Opfer der Vandalismus-Serie wurde.

Ex-Minister Jüttner fassungslos über Schaden an neuem E-Mini

„Das darf ja wohl nicht wahr sein! Unser E-Mini hat noch keine 2000 Kilometer auf dem Tacho und jetzt Kratzer von vorne bis hinten“, erklärte der sichtlich geschockte Politiker am Donnerstagnachmittag. Sein knapp zwei Monate altes Fahrzeug weist durchgehende Kratzer auf jedem Karosserieteil auf. Jüttner dokumentierte die Schäden umgehend für seine Versicherung.

Systematische Vorgehensweise der Täter

Die unheimliche Serie begann bereits in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar im Stadtteil Seelhorst. Dort wurden zahlreiche ordnungsgemäß abgestellte Fahrzeuge massiv beschädigt. Die Polizei registrierte zunächst mindestens 22 Fälle, fünf weitere Fahrzeuge wurden in derselben Nacht in der Oststadt beschädigt.

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Zwei Wochen später setzten die Täter ihre Aktivitäten im Stadtteil Mittelfeld fort, wo 18 weitere Autos zerkratzt wurden. Bis zum 18. März waren bereits etwa 150 Fälle gemeldet worden, doch die Situation eskalierte in dieser Woche: In der Nacht zum Donnerstag meldeten sich bei der Polizei weitere 50 Autobesitzer aus der ruhigen Südstadt, deren Fahrzeuge ebenfalls beschädigt wurden.

Betroffene Bürger zeigen sich entnervt und wütend

Die Reaktionen der Geschädigten reichen von Fassungslosigkeit bis zu blanker Wut. Gastronom Hewad Nabil (33) zeigte sich verärgert über die Kratzer an seinem Jeep rund um den Tankdeckel: „Was für ein Ärger! Aber wenn ich mir die anderen so angucke, scheine ich ja noch Glück gehabt zu haben.“

Antje Ebeling (50) stand fassungslos vor ihrem übel zugerichteten VW Tiguan: „Ich bin sowas von böse. Wer macht so was? Wir haben nur einen gebrauchten Tiguan, mit so was hätte ich hier nie gerechnet.“

Polizei gibt Sicherheitsempfehlungen und schätzt Schadenshöhe

Die Polizei geht bei vielen der beschädigten Fahrzeuge von einem Schaden von bis zu 2000 Euro aus. Die Behörden bitten alle Betroffenen, neue Kratzer umgehend zu melden. Gleichzeitig geben sie konkrete Sicherheitsempfehlungen:

  • Autos in abschließbaren Garagen parken
  • Fahrzeuge auf gesicherten Privatgrundstücken abstellen
  • Beleuchtete Parkplätze bevorzugen
  • Stark genutzte Straßen als Parkmöglichkeit wählen

Die Ermittlungen zu den systematischen Vandalismus-Akten laufen auf Hochtouren. Die Polizei sucht nach Zeugen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Serie, die bereits mehrere Stadtteile Hannovers erfasst hat.

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