Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat seinen 50. Geburtstag auf morbide Weise gefeiert. Am Samstagabend überreichte ihm seine Frau Ayala eine Geburtstagstorte, die mit einer goldenen Henkersschlinge verziert war. Darunter stand der Spruch: „Manchmal gehen Träume in Erfüllung“, eingerahmt von Sahne-Rosetten. Die „Jerusalem Post“ berichtete über die makabre Feier.
Kritik an der Feier
Die Teilnahme ranghoher Polizeivertreter an der Geburtstagsfeier stieß auf Kritik von Mitgliedern der Opposition. Sie warfen Ben-Gvir vor, das Amt für private Zwecke zu missbrauchen. Der Polizeiminister verteidigte sich jedoch und betonte, dass es sich um eine private Feier gehandelt habe.
Bezug zum Todesstrafengesetz
Der makabre Glückwunsch auf dem Kuchen bezieht sich auf die Verabschiedung eines umstrittenen Gesetzes im israelischen Parlament Ende März. Das Gesetz führt die Todesstrafe für Terroristen ein. Kritiker bezeichnen es als rassistisch, da es de facto nur Palästinenser betrifft. Menschenrechtsorganisationen haben bereits Petitionen beim Obersten Gericht eingereicht, sodass die Umsetzung des Gesetzes noch ungewiss ist.
Ben-Gvir, der für seine extremistischen Ansichten bekannt ist, feierte das Gesetz als einen großen Erfolg. Die Torte mit der Henkersschlinge symbolisiert seine Genugtuung über die Verabschiedung. Die Opposition und Menschenrechtsaktivisten sehen darin jedoch eine Verhöhnung der Justiz und eine gefährliche Polarisierung der Gesellschaft.



