Høibys Kamera-Angst: Norwegens meistgehasster Mann im Vergewaltigungsprozess
Høibys Kamera-Angst: Norwegens meistgehasster Mann

Høibys Kamera-Angst: Norwegens meistgehasster Mann im Vergewaltigungsprozess

Im Vergewaltigungsprozess gegen Marius Borg Høiby hat der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit eindringliche Aussagen über seine psychische Verfassung nach mehreren Festnahmen gemacht. Laut Berichten der norwegischen Zeitung Verdens Gang schilderte der 29-Jährige vor Gericht eine Phase intensiver Paranoia und ständiger Angst vor Überwachung.

Paranoia und Vermeidungsverhalten nach Festnahmen

Høiby erklärte, dass er sich in den Monaten nach seiner ersten Festnahme im Sommer 2024 ständig beobachtet fühlte. „Ich hatte viel Paranoia in dieser Zeit, dadurch, dass Bilder von mir verbreitet wurden“, sagte er dem Gericht. Diese Angst manifestierte sich in konkreten Verhaltensweisen: Er trug stets eine Kappe, um nicht von Kameras erkannt zu werden, und mied öffentliche Plätze in der Stadt.

Der Angeklagte beschrieb ein tiefes Misstrauen gegenüber seiner Umgebung. „Ich fühlte mich überwacht und dachte, dass mein Telefon gehackt worden sei“, führte er aus. Diese Gedanken hätten ihn stark beschäftigt und seinen Alltag erheblich beeinträchtigt.

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Angst vor Aufnahmen im Rauschzustand

Ein besonderer Fokus seiner Ängste lag auf der Möglichkeit, im Rausch gefilmt oder fotografiert zu werden. Høiby hatte zuvor im Prozess über seinen Kokain-Missbrauch gesprochen, was diese Befürchtung zusätzlich verstärkte. Er betonte, dass diese Situation ihn zu „Norwegens meistgehasstem Mann“ gemacht habe.

Die Anklage wirft dem Sohn der Kronprinzessin aus einer früheren Beziehung vier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie zahlreiche weitere Straftaten vor. Die Aussagen über seine psychische Verfassung erfolgten im Rahmen der Beweisaufnahme zu diesen Vorwürfen.

Hintergrund der Festnahmen

Vor dem aktuellen Prozess war Høiby mehrfach festgenommen worden, was zu einer intensiven Medienberichterstattung führte. Diese öffentliche Aufmerksamkeit trug nach seinen Angaben maßgeblich zu seinem Gefühl der ständigen Beobachtung bei. Die Kombination aus juristischen Verfahren und medialer Präsenz schuf eine belastende Situation für den Angeklagten.

Die Verhandlung findet unter großer öffentlicher Anteilnahme statt, da sie Mitglieder der norwegischen Königsfamilie betrifft. Høibys Aussagen bieten einen Einblick in die psychologischen Auswirkungen solcher hochprofiler Fälle auf die Beschuldigten.

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