Tödlicher Amoklauf in Kanada: Zehn Tote nach Schüssen an Schule in Tumbler Ridge
Kanada: Zehn Tote nach Schüssen an Schule in Tumbler Ridge

Tödlicher Amoklauf in Kanada: Zehn Tote nach Schüssen an Schule in Tumbler Ridge

In der kanadischen Provinz British Columbia hat sich einer der folgenschwersten Schusswaffenvorfälle in der Geschichte des Landes ereignet. Bei einem Amoklauf an einer Schule in der Ortschaft Tumbler Ridge kamen zehn Menschen ums Leben, darunter auch die mutmaßliche Täterin. Etwa zwei Dutzend weitere Personen wurden bei dem Vorfall verletzt, wie die Polizei am Dienstag (Ortszeit) mitteilte.

Hintergründe der Tat noch unklar

Die Polizei wurde um 13.20 Uhr Ortszeit (21.20 Uhr MEZ) über Schüsse an einer Schule in Tumbler Ridge informiert. Zu den Hintergründen der Tat ist bisher wenig bekannt. Auch ob es sich bei den Opfern um Kinder, Jugendliche oder Lehrkräfte handelt, wurde von den Behörden nicht mitgeteilt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, wobei die Polizei aus Datenschutzgründen und zum Schutz der Ermittlungen derzeit keine genaueren Details bekanntgeben will.

Mutmaßliche Täterin unter den Toten

Unter den zehn Toten befindet sich laut Polizeiangaben auch eine Frau, die nach ersten Erkenntnissen als Tatverdächtige gilt. Ihre Leiche wurde in der Schule in Tumbler Ridge gefunden, wo zuvor durch Schüsse sieben Menschen zu Tode kamen. An einem zweiten Ort, der wahrscheinlich mit der Tat in Verbindung steht, wurden zwei weitere Tote entdeckt. Die Polizei hatte zunächst nach einer „braunhaarigen Frau in einem Kleid“ gefahndet, bevor die Identität der mutmaßlichen Täterin geklärt werden konnte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Schwerster Vorfall seit 1989

Es handelt sich laut kanadischen Medienberichten um den tödlichsten Vorfall dieser Art an einer Ausbildungsstätte in Kanada seit dem Jahr 1989. Damals erschoss ein 25-Jähriger an einer Fachhochschule in Montreal 14 Studentinnen, bevor er sich selbst das Leben nahm. Der aktuelle Vorfall in Tumbler Ridge unterstreicht die seltenen, aber verheerenden Auswirkungen von Schusswaffengewalt in dem nordamerikanischen Land.

Reaktionen und Sicherheitsmaßnahmen

Der kanadische Premierminister Mark Carney reagierte mit Bestürzung auf die Nachricht. Auf der Plattform X schrieb er, er sei „zutiefst erschüttert“ und seine Gebete sowie sein tiefstes Beileid gelten den Familien und Freunden der Opfer. Die Polizei hatte die Menschen in der Gegend mehrere Stunden lang dazu aufgefordert, ihre Türen zu verriegeln und ihre Häuser oder Geschäfte bis auf weiteres nicht zu verlassen, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Geografische und demografische Einordnung

Der Ort Tumbler Ridge liegt Luftlinie rund 700 Kilometer nordöstlich von Vancouver in der Provinz British Columbia. Laut eigenen Angaben zählt die Gemeinde etwa 2.700 Einwohnerinnen und Einwohner. Der Vorfall hat die kleine, abgelegene Ortschaft schwer getroffen und wirft Fragen zur Sicherheit an Schulen in ländlichen Gebieten auf.

Vergleich mit den USA

In Kanada kommt es im Vergleich zum südlichen Nachbarland USA viel seltener zu Schusswaffengewalt, insbesondere an Schulen. Experten führen dies auf die deutlich strengeren kanadischen Waffengesetze zurück. Dennoch zeigt der aktuelle Vorfall, dass auch Kanada nicht vor solchen tragischen Ereignissen gefeit ist, die tiefe Wunden in der Gesellschaft hinterlassen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration