Erneut Kellerbrand in Rostock: Polizei prüft gezielte Brandstiftung
Kellerbrand in Rostock: Polizei prüft gezielte Brandstiftung

Erneut Kellerbrand in Rostock: Polizei prüft gezielte Brandstiftung

Im Nordosten von Rostock hat es erneut einen Brand in einem Wohnhaus gegeben. Am Dienstagabend standen zwei Verschläge im Kellerbereich eines Mehrfamilienhauses in Flammen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und schließt eine vorsätzliche Tat nicht aus.

Feuerwehreinsatz unter schwerem Atemschutz

Gegen 17 Uhr informierten besorgte Anwohner die Polizei, nachdem sie Flammen und Rauch im Kellerbereich des Wohnhauses in der Salvador-Allende-Straße wahrgenommen hatten. Sofort rückte ein Löschzug der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen an. Unter schwerem Atemschutz betraten die Feuerwehrleute den Keller und begannen umgehend mit den Löscharbeiten.

Mehrere Bewohner hatten sich bereits eigenständig in Sicherheit gebracht. Laut Polizeiangaben brannten zwei Kellerverschläge. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. Die Löscharbeiten konnten zügig abgeschlossen werden.

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Parallelen zu früherem Vorfall im Stadtteil Toitenwinkel

Im Anschluss an den Einsatz haben Beamte der Kriminalpolizei ihre Ermittlungsarbeit aufgenommen. Geprüft wird intensiv die Möglichkeit, dass das Feuer mutwillig herbeigeführt wurde. Dieser Verdacht erhärtet sich durch einen ähnlichen Vorfall, der sich erst vor wenigen Monaten in unmittelbarer Nähe ereignete.

Bereits Anfang Dezember letzten Jahres kam es im Stadtteil Toitenwinkel, nur wenige Hundert Meter Luftlinie entfernt, zu einem Brand in mehreren Kellern eines Wohnhauses. In der Joliot-Curie-Allee hatten bislang unbekannte Täter gezündelt. Bei diesem Vorfall verletzten sich neun Bewohner, der Einsatz zog sich über mehrere Stunden hinweg, und zwei Hausaufgänge mussten evakuiert werden.

Die Ermittler sehen deutliche Parallelen zwischen beiden Vorfällen. Auch im aktuellen Fall in der Salvador-Allende-Straße halten sie eine Brandstiftung für wahrscheinlich. Die genauen Umstände und mögliche Zusammenhänge werden nun forensisch untersucht. Die Polizei bittet Zeugen um Mithilfe und hat ihre Präsenz in dem betroffenen Wohngebiet verstärkt.

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