Neues Kinderbuch: Zeitreise durch Neubrandenburgs Geschichte
Zeitreise durch Neubrandenburgs Geschichte

Der Journalist Sirko Salka hat ein neues Kinderbuch mit dem Titel „Sofia und Jonas fliegen durch die Zeit“ veröffentlicht. Das Buch erschien Anfang Juli in Neubrandenburg und entführt junge Leser auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte der Vier-Tore-Stadt. Im Gespräch mit Frank Wilhelm erklärt Salka, wie aus einer Idee eine „Weltsensation“ wurde.

Die Zeitmaschine: Eine Erfindung der Hochschule Neubrandenburg

Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine außergewöhnliche Erfindung: die Zeitmaschine der Hochschule Neubrandenburg. „Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, aber die Vier-Tore-Stadt hat es geschafft“, sagt Salka. Die geniale Wissenschaftlerin Professorin Luise Präzise, eine junge und dynamische Frau, hat die Maschine entwickelt. Ihr Spitzname lautet „Perfektion in Person“, da sie angeblich nie Fehler macht. Doch selbst Genies sind nicht unfehlbar, wie die Handlung zeigt.

Die Protagonisten: Sofia und Jonas

Die zehnjährige Sofia und ihr achtjähriger Bruder Jonas sind die Titelhelden. Sie sind neugierig und unternehmungslustig – typische Kinder unserer Zeit, wie Salka betont. Durch einen Zufall geraten sie in das Labor der Hochschule und landen in der Zeitmaschine. So beginnt ihr größtes Abenteuer.

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Eine Reise ins Jahr 1273

Eigentlich war nur eine Testfahrt mit dem Bürgermeister geplant, doch die Maschine katapultiert die Reisenden weit in die Vergangenheit – bis ins Jahr 1273, als Neubrandenburg seinen 25. Geburtstag feierte. Sie landen an der Vierrademühle, einer Mühle mit Tradition bis ins 13. Jahrhundert, und treffen den Stadtgründer Herbord von Raven sowie Müller Bernhard. Auf dem Rückweg kommt es zu zahlreichen Pannen, sodass die Gruppe immer wieder in anderen Epochen der Stadtgeschichte strandet – eine unterhaltsame Reise durch die Jahrhunderte.

Bekannte Persönlichkeiten aus Neubrandenburg

Die Zeitreisenden begegnen auch historischen Figuren: Fritz Reuter, Mudder Schulten und deren Widersacher Dörchläuchting (Herzog Adolf Friedrich IV.), der seine Brötchen nicht bezahlen wollte – ein Skandal im 18. Jahrhundert. Diese Begegnungen machen die Geschichte lebendig und lehrreich.

Herausforderungen beim Schreiben für Kinder

Salka, der normalerweise journalistische Texte für Erwachsene verfasst, betont die besonderen Anforderungen an Kinderliteratur: „Man muss auf einfache Satzkonstruktionen achten, Fremdwörter vermeiden und den Text kurz halten.“ Die erste Fassung war zu lang und musste um die Hälfte gekürzt werden. Die Illustrationen stammen von Sonja Maxwell, deren Manga-artiger Stil die Geschichte visuell ansprechend macht.

Musik im Buch

Das Buch enthält drei Lieder, darunter „Das Lied vom lustigen Tausendsassa“ von Hausmeister Hühnerbein. Salka schrieb bereits als Jugendlicher Songs und kann sich einen Rap vorstellen. Die Texte vermitteln Botschaften wie: „Leb anders, so bist du perfekt, leb freier, das hat den Effekt.“

Eine Liebeserklärung an Neubrandenburg

Obwohl Salka in Dresden geboren wurde und in Berlin lebt, hat er durch die Recherche eine neue Verbundenheit zur Vier-Tore-Stadt entwickelt: „Ich habe mich neu verliebt in diese Stadt.“ Das Buch ist eine Hommage an Neubrandenburgs 775-jährige Geschichte und lädt Kinder ein, die Stadt auf fantasievolle Weise zu entdecken.

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